telc B2 Beruf (DTB B2) • Mündliche Prüfung Leitfaden 2026

Mündliche Prüfung telc B2 Beruf
Ablauf, Bewertung, Redemittel & 4 Musterbeiträge

Aktualisiert: ·

Abgeglichen mit den offiziellen DTB-B2-Übungstests (telc)•15 Min. Lesezeit

Die mündliche Prüfung wirkt oft am schwierigsten – zumal es keine Vorbereitungszeit gibt. Mit einer festen Gliederung, den Bewertungskriterien, 4 Musterbeiträgen für Teil 1A samt Fragen und Redemitteln aus dem Berufsalltag bereiten Sie sich gezielt auf Teil 1, 2 und 3 vor.

Mündliche Prüfung telc B2 Beruf: Prüfungsraum und Prüfende
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1. Wie läuft die mündliche Prüfung ab?

Die mündliche Prüfung ist eine Paarprüfung von ca. 16 Minuten mit zwei lizenzierten Prüfenden: Einer führt das Gespräch, der andere beobachtet. Eine Vorbereitungszeit gibt es nicht – die Aufgaben bekommen Sie direkt in der Prüfung.

Teil 1 2 + 2 + ½ Min.

Über ein Thema sprechen (1A–1C)

1A: frei über eines von zwei Themen sprechen (ca. 2 Min. pro Person, ohne Vorbereitung); 1B: ca. 2 Min. Fragen der Prüfenden; 1C: in ca. ½ Min. einen Aspekt aus dem Beitrag des Partners erläutern.

Teil 2 ca. 3 Min.

Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen

Lockeres Gespräch in der Pause, in der Du-Form (z. B. über Arbeitszeiten, Weiterbildung, das Team): erzählen, nachfragen, reagieren. Eine Einigung ist nicht nötig.

Teil 3 ca. 4 Min.

Lösungswege diskutieren

Ein Problem am Arbeitsplatz gemeinsam lösen: klären, was zu tun ist und wer welche Aufgabe übernimmt, dazu langfristige Verbesserungen – zusammen zu einem Plan kommen, wer was macht.

Keine Vorbereitungszeit: So bereiten Sie sich vorher vor

Üben Sie vorab: 2 Minuten frei zu typischen Arbeitsthemen sprechen (Einstieg, zwei bis drei Punkte mit Beispielen, kurzer Schluss), lockere Rückfragen in der Du-Form für Teil 2 und für Teil 3 den Dreischritt Problem benennen – Lösungswege abwägen – Aufgaben verteilen. Lernen Sie Redemittel, nicht ganze Texte.

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2. Wie wird die mündliche Prüfung bewertet?

Sprechen bringt maximal 60 von 240 Punkten. Bestanden ist, wer insgesamt mindestens 144 von 240 Punkten erreicht und in mindestens drei der vier Fertigkeiten mindestens 36 von 60 Punkten hat; eine schwächere Fertigkeit wird ausgeglichen, wenn sie 24–35 Punkte hat. Bewertet wird nach den vier Kriterien des DTB B2; unter jedem Kriterium steht unser Tipp für die Vorbereitung:

KriteriumPunkte
I Kommunikative Aufgabenbewältigung

Unser Tipp: Gliederung in Teil 1A vollständig abarbeiten, ca. 2 Minuten sprechen, in Teil 3 gemeinsam klären, wer welche Aufgabe übernimmt.

je Prüfungsteil höchstens:
  • Teil 1A: 5
  • Teil 1B: 5
  • Teil 1C: 2
  • Teil 2: 8
  • Teil 3: 10
zusammen bis 30
II Kommunikative Gestaltung

Unser Tipp: Frei sprechen statt ablesen, auf Einwände der Partnerin oder des Partners eingehen, aktiv nachfragen.

II–IV zusammen bis 30
III Formale Richtigkeit

Unser Tipp: Satzstellung im Nebensatz und Verbformen sicher beherrschen; deutlich sprechen.

IV Spektrum sprachlicher Mittel

Unser Tipp: Berufsbezogene Fachbegriffe, Nomen-Verb-Verbindungen und Konnektoren statt einfacher Alltagswörter.

Sprechen gesamt: bis 60 von 240 Punkten

Quelle: Bewertungskriterien und Punkte im offiziellen DTB-B2-Übungstest (telc, herausgegeben vom BAMF).

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3. Teil 1A im Detail: 4 Musterbeiträge mit Fragen der Prüfenden

In Teil 1A wählen Sie eines von zwei Themen und sprechen ohne Vorbereitung ca. 2 Minuten frei. In Teil 1B stellen die Prüfenden ca. 2 Minuten Fragen, in Teil 1C erläutert Ihr Partner in ca. ½ Minute einen Aspekt aus Ihrem Beitrag.

Thema A: Mein beruflicher Werdegang & Qualifikation

Vom Quereinstieg zur Logistik-Fachkraft und Supply-Chain-Management

Musterbeitrag auf Deutsch (ca. 2 Min.):
Sehr geehrte Prüferinnen und Prüfer, lieber Prüfungspartner, ich habe mich für das Thema „Mein beruflicher Werdegang“ entschieden und möchte Ihnen heute meinen Weg sowie meine aktuellen Ziele im Bereich Logistik und Supply-Chain-Management vorstellen. Ursprünglich habe ich in meinem Heimatland ein Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Handelslogistik absolviert. Im Anschluss daran war ich vier Jahre lang als Koordinator für Lagerverwaltung und Disposition bei einem überregionalen Großhandelsunternehmen tätig. Zu meinen Kernaufgaben zählten die Bestandskontrolle, die Tourenplanung der Fahrer sowie die Optimierung von Einlagerungszeiten mittels moderner ERP-Systeme. Vor rund zwei Jahren entschied ich mich für einen beruflichen Neustart in Deutschland. Neben intensiven Sprachkursen habe ich Weiterbildungen im Gefahrgutrecht nach ADR und in SAP S/4HANA Logistics erfolgreich abgeschlossen. Derzeit bin ich als Sachbearbeiter in der Wareneingangslogistik eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens in Hessen tätig. Mein Ziel nach Bestehen der telc B2 Beruf Prüfung ist es, eigenverantwortlich die Schichtleitung im Zentrallager zu übernehmen und Prozessoptimierungen nach Lean-Management-Standards umzusetzen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf Ihre Fragen.

Typische Frage der Prüfenden (Teil 1B) & Muster-Antwort:

Frage der Prüfenden:

„Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie bei der Einführung neuer ERP-Systeme in Ihrem Bereich?“

Muster-Antwort des Kandidaten:

„Eine zentrale Herausforderung besteht darin, erfahrene Mitarbeiter für die neuen digitalen Masken zu schulen und Vorbehalte abzubauen. Durch praxisnahe Kurzschulungen und klare Prozessleitfäden lässt sich die Akzeptanz jedoch rasch sichern.“

Thema B: Ein Produkt oder eine Dienstleistung vorstellen

Mobile Pflegesoftware „CareTime 360“ für ambulante Pflegedienste

Musterbeitrag auf Deutsch (ca. 2 Min.):
Sehr geehrte Prüferinnen und Prüfer, hallo [Name des Partners], heute möchte ich Ihnen ein innovatives Produkt vorstellen, das in meinem aktuellen Arbeitsalltag im Gesundheitswesen unverzichtbar geworden ist: die Softwarelösung „CareTime 360“. Dabei handelt es sich um eine DSGVO-konforme, mobile Zeiterfassungs- und Tourenplanungs-Applikation, die speziell für ambulante Pflegedienste und mobile Betreuungsteams entwickelt wurde. Das Kernproblem herkömmlicher Pflegedienste liegt auf der Hand: Pflegekräfte verbringen täglich bis zu zwei Stunden mit handschriftlichen Dokumentationen, Leistungsnachweisen und Fahrtenbüchern. Diese administrative Belastung führt zu Überstunden, Frustration und weniger Zeit für den Patienten. „CareTime 360“ löst diese Problematik digital: Pflegekräfte scannen bei Ankunft beim Patienten einen verschlüsselten QR-Code an der Wohnungstür. Sämtliche verordneten Pflegemaßnahmen - wie Insulingabe oder Verbandswechsel - werden per Fingertipp abgehakt und direkt digital quittiert. Die Abrechnungsdaten fließen in Echtzeit verschlüsselt an die Pflegedienstleitung und die Krankenkassenabrechnung. Die messbaren Vorteile überzeugen: Bis zu fünfzig Prozent Zeitersparnis bei der Bürokratie, vollständige Rechtssicherheit bei Prüfungen des Medizinischen Dienstes und spürbar mehr Zeit für menschliche Zuwendung. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf Ihre Nachfragen.

Typische Frage der Prüfenden (Teil 1B) & Muster-Antwort:

Frage der Prüfenden:

„Wie wird der Datenschutz bei der Übertragung solch sensibler Gesundheitsdaten technisch gewährleistet?“

Muster-Antwort des Kandidaten:

„Die Datenübertragung erfolgt über eine TLS-1.3-Verschlüsselung zu ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Frankfurt am Main. Lokal auf dem Smartphone werden keine Patientendaten dauerhaft gespeichert.“

Thema C: Ein wichtiges betriebliches Projekt

Umstellung auf ein papierloses Büro durch digitales Dokumentenmanagement (DMS)

Musterbeitrag auf Deutsch (ca. 2 Min.):
Guten Tag allerseits, heute möchte ich über ein zukunftsweisendes Projekt berichten, an dessen Umsetzung ich in den vergangenen sechs Monaten in unserem Betrieb maßgeblich beteiligt war: die unternehmensweite Einführung eines digitalen Dokumentenmanagementsystems. Der Auslöser für diese Initiative war das stetig wachsende Papierarchiv in unserer Hauptverwaltung sowie gravierende Verzögerungen bei der Freigabe von Eingangsrechnungen und Lieferverträgen. Unser Projektziel lautete, mindestens fünfundachtzig Prozent aller internen Papierabläufe innerhalb von zwei Quartalen vollständig zu digitalisieren. Meine persönliche Verantwortung im fünfköpfigen Projektteam umfasste die Bedarfsanalyse in den Abteilungen Einkauf und Buchhaltung, das Testen der digitalen Freigabeworkflows sowie die Konzeption von praxisnahen Schulungsunterlagen für unsere Belegschaft. Selbstverständlich gab es anfangs Skepsis bei langjährigen Mitarbeitern, die an gewohnte Aktenordner gebunden waren. Durch wöchentliche Feedbackrunden und eine selbsterklärende Benutzeroberfläche gelang es uns jedoch, rasch Vertrauen aufzubauen. Die Bilanz nach sechs Monaten ist durchweg positiv: Die Durchlaufzeit von Rechnungsfreigaben sank von elf Tagen auf unter achtundvierzig Stunden. Gleichzeitig sparen wir monatlich erhebliche Druck- und Portokosten ein. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich stehe nun gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

Typische Frage der Prüfenden (Teil 1B) & Muster-Antwort:

Frage der Prüfenden:

„Wie hoch waren die anfänglichen Softwarekosten und wann rechnet sich diese Investition betriebswirtschaftlich?“

Muster-Antwort des Kandidaten:

„Die Gesamtinvestition für Lizenzen und Serverinfrastruktur belief sich auf circa fünfundzwanzigtausend Euro. Durch eingesparte Archivierungs- und Personalsuchzeiten amortisiert sich das System bereits nach vierzehn Monaten.“

Thema D: Lösung eines betrieblichen Kundenproblems

Prozessoptimierung im Kundendienst nach Lieferverzögerungen

Musterbeitrag auf Deutsch (ca. 2 Min.):
Sehr geehrte Damen und Herren, hallo Kollege, heute möchte ich Ihnen schildern, wie wir in unserer Vertriebsabteilung eine akute Krise im Kundenservice infolge gravierender Lieferverzögerungen erfolgreich bewältigt haben. Im vergangenen Quartal kam es aufgrund von Rohstoffengpässen bei einem Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen von bis zu vier Wochen bei unseren umsatzstärksten Industriemaschinen. Dies führte zu einer Welle von Kundenreklamationen und drohenden Konventionalstrafen. Als stellvertretender Leiter des Serviceteams habe ich unverzüglich einen dreistufigen Notfallplan erarbeitet: Erstens richteten wir eine proaktive Kunden-Hotline ein, um betroffene Geschäftspartner vorab transparent zu informieren, statt auf Beschwerden zu warten. Zweitens boten wir unbürokratische Kulanzlösungen an, wie verlängerte Garantiezeiten oder kostenlose Leihgeräte für die Übergangszeit. Drittens schlossen wir mit einem Zweitlieferanten Rahmenverträge ab, um die Abhängigkeit zu reduzieren. Die Kundenreaktionen waren überraschend positiv: Über neunzig Prozent der Kunden zeigten Verständnis für die offene Kommunikation und stornierten ihre Aufträge nicht. Dieses Krisenmanagement hat gezeigt, dass Transparenz und lösungsorientierte Kulanz Kundenbindungen selbst in schwierigen Phasen nachhaltig stärken können. Ich bedanke mich herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf Ihre Anmerkungen.

Typische Frage der Prüfenden (Teil 1B) & Muster-Antwort:

Frage der Prüfenden:

„Welche finanziellen Mehrkosten entstanden durch die kostenlosen Leihgeräte?“

Muster-Antwort des Kandidaten:

„Die Logistikkosten für die Leihgeräte lagen bei rund achttausend Euro. Verglichen mit den drohenden Stornierungen im Wert von über einhundertfünfzigtausend Euro war diese Maßnahme betriebswirtschaftlich hochgradig rentabel.“

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4. Systematischer Redemittelkatalog für Teil 1, Teil 2, Teil 3 & Notfälle

Filtern Sie nach Prüfungsteil, um gezielt die Formulierungen zu trainieren, die Sie ohne Vorbereitungszeit sofort abrufen können.

Klarer Einstieg in Teil 1A

„Ich habe mich für das Thema [...] entschieden, weil es in meinem Arbeitsalltag eine große Rolle spielt.“

Kurze Gliederung ohne Vorbereitung

„Ich möchte auf drei Punkte eingehen: Zunächst [...], danach [...] und abschließend [...].“

Prägnantes Fazit am Ende von Teil 1A

„Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass diese Maßnahme maßgeblich zur Effizienzsteigerung beiträgt.“

Schluss vor den Fragen der Prüfenden (Teil 1B)

„Das wäre es von meiner Seite. Vielen Dank fürs Zuhören – ich beantworte gern Ihre Fragen.“

Den Kollegen locker nach seiner Erfahrung fragen

„Und wie läuft das bei dir in der Abteilung? Habt ihr auch so viele Überstunden?“

Reagieren und eigene Erfahrung einbringen

„Ach, echt? Das kenne ich. Bei uns war das letztes Jahr ganz ähnlich, aber dann haben wir die Schichten neu verteilt.“

Eigenes Praxisbeispiel einbringen

„Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Mit flexiblen Arbeitszeiten bin ich viel motivierter. Wie siehst du das?“

Rückfrage an den Kollegen (Du-Form)

„Was meinst du: Wie wirkt sich das langfristig auf die Stimmung im Team aus?“

Prioritäten setzen in der Planung

„Angesichts des knappen Zeitbudgets sollten wir uns vorrangig auf die kritischen Kernprozesse konzentrieren.“

Konstruktive Aufgabenverteilung

„Wie wäre es, wenn wir die anfallenden Aufgaben aufteilen: Sie übernehmen die Lieferanten und ich die Kundenkommunikation?“

Zum Schluss festhalten, wer was macht

„Halten wir also fest: Ich kümmere mich um den neuen Schichtplan, und Sie sprechen bis Ende der Woche mit der Teamleitung.“

Kompromissvorschlag bei Uneinigkeit

„Da haben Sie einen wichtigen Punkt berührt. Könnten wir uns darauf einigen, einen externen Berater hinzuzuziehen?“

Rettungsanker bei Blackout

„Entschuldigung, jetzt habe ich kurz den Faden verloren. Was ich eigentlich verdeutlichen wollte, ist Folgendes: [...]“

Höfliche Rückfrage bei Verständnisproblemen

„Könnten Sie diesen Aspekt bitte noch einmal kurz erläutern? Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie akustisch richtig verstanden habe.“

Dominanten Partner höflich einbremsen

„Darf ich Sie an dieser Stelle kurz unterbrechen? Das ist ein spannender Gedanke, aber mich würde auch interessieren, wie wir [...]“

Passiven Partner aktiv ins Gespräch holen

„Wie beurteilen Sie diesen Vorschlag aus Ihrer fachlichen Perspektive, Herr/Frau [Name]?“

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5. Interaktives Taktik-Quiz: Wie reagieren Sie im Prüfungsraum?

Testen Sie Ihr strategisches Verhalten in 5 typischen Prüfungssituationen.

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Wie beenden Sie Ihren Beitrag in Teil 1A am besten?

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Ihr Prüfungspartner spricht in Teil 3 ohne Unterbrechung und lässt Sie kaum zu Wort kommen. Was tun Sie?

3

Mitten in Ihrem Beitrag in Teil 1A vergessen Sie ein deutsches Fachwort und geraten ins Stocken. Was ist die beste Reaktion?

4

Lohnt es sich, für Teil 1A einen fertigen Text auswendig zu lernen?

5

Was ist das Hauptziel in Teil 3 (Lösungswege diskutieren)?

6. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gibt es vor der mündlichen Prüfung eine Vorbereitungszeit?

Nein. In telc B2 Beruf (DTB B2) gibt es keine Vorbereitungszeit: Sie wählen in Teil 1A eines von zwei Themen und sprechen direkt darüber. Bereiten Sie sich deshalb vorher vor, indem Sie frei sprechen üben und Redemittel für Einstieg, Nachfrage und Aufgabenverteilung lernen.

Was passiert, wenn der Prüfungspartner sehr schwach oder extrem dominant ist?

Die Prüfer bewerten jeden Kandidaten individuell. Wenn Ihr Partner schweigt, binden Sie ihn aktiv mit offenen Fragen ein („Wie siehst du das?“ in Teil 2, „Wie beurteilen Sie diesen Aspekt?“ in Teil 3). Wenn Ihr Partner Sie dominiert, unterbrechen Sie ihn höflich und bestimmt mit den gelernten Redemitteln.

Wie viele Punkte bringt die mündliche Prüfung und wann ist die Prüfung bestanden?

Sprechen bringt maximal 60 von 240 Punkten. Bestanden ist, wer insgesamt mindestens 144 von 240 Punkten erreicht und in mindestens drei der vier Fertigkeiten mindestens 36 von 60 Punkten hat; eine schwächere Fertigkeit wird ausgeglichen, wenn sie 24–35 Punkte hat.

Was passiert, wenn ich im Sprechen schwach bin, aber schriftlich gut abschneide?

Das hängt von den Punkten ab: Hat Sprechen 24–35 Punkte, wird es ausgeglichen, wenn die Summe mindestens 144 beträgt und Lesen, Hören und Schreiben je mindestens 36 Punkte haben. Unter 24 Punkten im Sprechen ist die Prüfung nicht bestanden. Wie Sie wiederholen können, erfahren Sie bei Ihrem Prüfungszentrum.

Wie lange dauern die einzelnen Teile der mündlichen Prüfung?

Insgesamt ca. 16 Minuten zu zweit: Teil 1A ca. 2 Minuten pro Person (über ein Thema sprechen), Teil 1B ca. 2 Minuten Fragen der Prüfenden, Teil 1C ca. ½ Minute (einen Aspekt aus dem Beitrag des Partners erläutern), Teil 2 ca. 3 Minuten Gespräch mit Kollegen und Teil 3 ca. 4 Minuten Lösungswege diskutieren.

Müssen wir in Teil 3 zu einer gemeinsamen Lösung kommen?

Ziel von Teil 3 ist ein gemeinsamer Plan: Sie sollen zusammen klären, was zu tun ist und wer welche Aufgabe übernimmt, und über langfristige Verbesserungen sprechen. Kommen Sie also zusammen zu einem Plan, wer was macht, statt nur die eigene Position zu verteidigen. In Teil 2, dem lockeren Gespräch mit Kollegen, ist dagegen keine Einigung nötig.

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