Pneumonie – Fachsprachprüfung Sachsen-Anhalt

Alle Übungen zum Fall Pneumonie für die Fachsprachprüfung Sachsen-Anhalt: Anamnese, Aufklärung, alte Akte, Arztbrief und Arzt-Arzt-Gespräch.

Übungen zum Fall Pneumonie (Lungenentzündung)

Teil 1 · Arzt-Patienten-Gespräch (20 Min.)

  • Anamnese im Gespräch: Frau Berger mit Husten und Fieber – Anamnese im Gespräch (kostenlos)
  • Anamnese bei Verdacht auf Pneumonie – Fachsprache → Patientensprache (kostenlos)
  • Aufklärung: Röntgen-Thorax und Blutentnahme – Aufklärung (kostenlos)

Teil 2 · Dokumentation (ca. 40 Min.)

  • Anforderung Röntgen-Thorax bei V. a. Pneumonie – Anforderungsschein (kostenlos)
  • Alte Akte: Cholezystektomie 2019 – Alte Akte (kostenlos)
  • Körperabbildung zum Fall Pneumonie – Körperabbildung (kostenlos)
  • Laboranruf und Anweisungen bei der Visite – Laboranruf & Visite (kostenlos)

Teil 3 · Arztbrief (20 Min.)

  • Arztbrief: ambulant erworbene Pneumonie – Arztbrief-Lückentext (kostenlos)
  • Brief korrigieren: Herr Albrecht mit Pneumonie rechts – Arztbrief korrigieren (kostenlos)
  • Satzbaukasten: Arztbrief zur Pneumonie – Satzbaukasten (kostenlos)
  • Aussagen einer Patientin mit Pneumonie im Arztbrief – Patient → Arztbrief (kostenlos)

Teil 4 · Arzt-Arzt-Gespräch

  • Patientenvorstellung: Frau Berger mit Pneumonie – Fallvorstellung (kostenlos)
  • Prüferfragen zur Pneumonie – Prüferfragen (kostenlos)

Latein & Anatomie

  • Körperabbildung zum Fall Pneumonie – Körperabbildung (kostenlos)

Aufbau und Übungsformen

Teil 1 · Arzt-Patienten-Gespräch (20 Min.)

  • Anamnese-Aufbau: Bringen Sie die Abschnitte der Anamnese in die richtige Reihenfolge.
  • Anamnese im Gespräch: Der Patient antwortet, Sie wählen die nächste Frage — aber nur eine begrenzte Zahl, wie in den 15 Minuten der Prüfung.
  • Fachsprache → Patientensprache: Wie fragen Sie die Patientin ohne Fachbegriffe? Wählen Sie die passende Frage.
  • Aufklärung: Lesen Sie ein Aufklärungsgespräch über eine Untersuchung und beantworten Sie die Fragen.

Teil 2 · Dokumentation (ca. 40 Min.)

  • Anforderungsschein: Füllen Sie die Anforderung für die Radiologie aus: Beschwerden in Fachsprache und Fragestellung.
  • Alte Akte: Lesen Sie einen früheren Arztbrief und beantworten Sie die Fragen wie in der Prüfung.
  • Fachbegriffe übersetzen: Schreiben Sie für jeden Fachbegriff den deutschen Ausdruck — wie im Prüfungsteil mit 16 Begriffen.
  • Finde die Paare: Verbinden Sie jeden Fachbegriff mit dem Ausdruck, den auch ein Patient versteht — ähnliche Begriffe stehen absichtlich nebeneinander.
  • Körperabbildung: Markieren Sie Körperstellen wie in der Prüfung: ankreuzen oder einkreisen – mit drehbarem Körper und Lupe für Gesicht und Hand.
  • Laboranruf & Visite: Notieren Sie Patientendaten und Laborwerte aus dem Telefonat und die Anweisungen des Oberarztes.

Teil 3 · Arztbrief (20 Min.)

  • Arztbrief-Lückentext: Ergänzen Sie den Arztbrief: Fachbegriffe, Konjunktiv I und typische Formulierungen.
  • Arztbrief korrigieren: Finden Sie die Fehler im Brief eines Kollegen: Grammatik, Fachbegriffe und Angaben, die nicht zu den Notizen passen.
  • Satzbaukasten: Bauen Sie den Satz für den Arztbrief aus Blöcken — einige Blöcke gehören nicht dazu.
  • Patient → Arztbrief: Wie steht die Aussage der Patientin im Arztbrief? Fachsprache und indirekte Rede.

Teil 4 · Arzt-Arzt-Gespräch

  • Fallvorstellung: Ordnen Sie die Patientenvorstellung für das Arzt-Arzt-Gespräch.
  • Prüferfragen: Typische Fragen im Arzt-Arzt-Gespräch — wählen Sie die fachlich und sprachlich beste Antwort.

Latein & Anatomie

  • Wortbausteine (Latein): Präfixe und Suffixe wie -itis, -ektomie, dys-, hyper- — so erschließen Sie unbekannte Fachbegriffe.
  • Lage & Anatomie: Lagebezeichnungen und Körperregionen auf Latein — wichtig für die Körperabbildung in der Prüfung.
  • Körperabbildung: Markieren Sie Körperstellen wie in der Prüfung: ankreuzen oder einkreisen – mit drehbarem Körper und Lupe für Gesicht und Hand.
  • Finde die Paare: Verbinden Sie jeden Fachbegriff mit dem Ausdruck, den auch ein Patient versteht — ähnliche Begriffe stehen absichtlich nebeneinander.

Beispielaufgaben

Drei kostenlose Übungen mit ihrem Aufgabentext, ohne Lösungen (bei langen Übungen die ersten zehn Punkte).

Anamnese im Gespräch: Frau Berger mit Husten und Fieber (Anamnese im Gespräch)

Sie haben 15 Minuten mit der Schauspielpatientin — hier 13 Fragen. Wählen Sie, was Sie wirklich fragen. Am Ende sehen Sie, was Ihnen für den Arztbrief fehlt.

Frau Berger: „Guten Tag, Frau Doktor. Ich huste seit ein paar Tagen und fühle mich richtig krank. Mein Hausarzt hat mich zu Ihnen geschickt.“

Anamnese bei Verdacht auf Pneumonie (Fachsprache → Patientensprache)

Sie denken in Fachbegriffen, sprechen aber mit einer Patientin. Welche Frage stellen Sie?

  • 1. Dyspnoe: Sie möchten wissen, ob eine belastungsabhängige Dyspnoe besteht.
    • a) „Haben Sie eine Belastungsdyspnoe?“
    • b) „Bekommen Sie schlecht Luft, zum Beispiel beim Treppensteigen?“
    • c) „Atmen Sie in Ruhe schneller als 20-mal pro Minute?“
  • 2. Sputum: Sie möchten Farbe und Konsistenz des Sputums erfragen.
    • a) „Husten Sie Schleim ab? Welche Farbe hat er, und ist er eher flüssig oder zäh?“
    • b) „Ist Ihr Sputum purulent oder mukös?“
    • c) „Husten Sie Schleim ab? Der ist sicher gelb, also eitrig, oder?“
  • 3. Hämoptyse: Sie möchten eine Hämoptyse ausschließen.
    • a) „Haben Sie Nasenbluten?“
    • b) „Hatten Sie schon einmal eine Hämoptoe?“
    • c) „Haben Sie Blut im Schleim bemerkt, wenn Sie husten?“
  • 4. atemabhängige Thorakalgie: Sie möchten wissen, ob die Brustschmerzen atemabhängig sind.
    • a) „Werden die Schmerzen stärker, wenn Sie tief einatmen oder husten?“
    • b) „Strahlen die Schmerzen in den linken Arm aus?“
    • c) „Ist die Thorakalgie inspiratorisch verstärkt?“
  • 5. Pyrexie / Schüttelfrost: Sie möchten nach Fieber und Schüttelfrost fragen.
    • a) „Haben Sie Pyrexie mit Rigor?“
    • b) „Ist Ihnen manchmal kalt?“
    • c) „Hatten Sie Fieber? Haben Sie gemessen, wie hoch? Hatten Sie Schüttelfrost, also starkes Zittern am ganzen Körper?“
  • 6. Hyperhidrosis nocturna: Sie möchten Nachtschweiß erfragen, zum Beispiel zur Abgrenzung einer Tuberkulose.
    • a) „Schwitzen Sie beim Sport?“
    • b) „Wachen Sie nachts auf, weil Sie so stark geschwitzt haben, dass Sie die Wäsche wechseln mussten?“
    • c) „Leiden Sie unter nächtlicher Hyperhidrose?“
  • 7. Packungsjahre (pack years): Sie möchten die Raucheranamnese in Packungsjahren erheben.
    • a) „Rauchen Sie? Wie viele Zigaretten am Tag und seit wie vielen Jahren? Falls Sie aufgehört haben: seit wann?“
    • b) „Wie viele Packungsjahre haben Sie?“
    • c) „Rauchen ist sehr schädlich, das wissen Sie, oder?“
  • 8. Allergie: Sie möchten eine Medikamentenallergie und die Art der Reaktion erfragen.
    • a) „Sind Sie allergisch?“
    • b) „Hatten Sie ein Exanthem oder Pruritus nach Medikamenten?“
    • c) „Vertragen Sie ein Medikament nicht? Was passiert dann, zum Beispiel Hautausschlag, Juckreiz oder Atemnot?“

Aufklärung: Röntgen-Thorax und Blutentnahme (Aufklärung)

Lesen Sie das Aufklärungsgespräch mit Frau Berger und beantworten Sie die Fragen. Tippen Sie auf T, um einen Satz zu übersetzen.

Röntgen-Thorax in zwei Ebenen und Blutentnahme

Röntgen des Brustkorbs

Ärztin: Frau Berger, um herauszufinden, ob Sie eine Lungenentzündung haben, möchten wir ein Röntgenbild von Ihrem Brustkorb machen. Auf dem Bild sehen wir, ob ein Teil der Lunge entzündet ist und ob sich Flüssigkeit zwischen Lunge und Brustwand gesammelt hat. Die Untersuchung tut nicht weh und dauert nur wenige Minuten. Vorher legen Sie bitte Schmuck, Ihre Brille und Kleidung mit Metallteilen ab, zum Beispiel einen BH mit Bügeln, weil Metall das Bild stört. Sie stehen dann vor einer Platte und werden einmal von hinten und einmal von der Seite aufgenommen. Während der Aufnahme atmen Sie tief ein, halten kurz die Luft an und bewegen sich nicht.

Fragen der Patientin

Frau Berger: Ist die Strahlung nicht gefährlich? Kann ich davon Krebs bekommen? Ärztin: Ich verstehe Ihre Sorge. Die Strahlendosis bei einer Röntgenaufnahme der Lunge ist sehr gering, etwa so viel, wie man in wenigen Tagen aus der natürlichen Umgebung aufnimmt. Ein einzelnes Röntgenbild erhöht das Krebsrisiko nicht messbar, und wenn nötig, schützen wir andere Körperregionen, zum Beispiel mit einer Bleischürze. Frau Berger: Muss ich mich ganz ausziehen? Das ist mir unangenehm. Ärztin: Nein, nur den Oberkörper, und ein dünnes Hemd ohne Metall können Sie meistens anbehalten. Im Raum ist nur das Röntgenpersonal. Als Alternative gäbe es eine Computertomographie, aber die Strahlenbelastung ist dabei deutlich höher, deshalb beginnen wir mit dem Röntgenbild.

Blutentnahme

Ärztin: Außerdem nehme ich Ihnen Blut ab, um die Entzündungswerte, das Blutbild und die Nierenwerte zu bestimmen. Ich lege einen Stauschlauch am Oberarm an, desinfiziere die Haut in der Ellenbeuge und steche mit einer dünnen Nadel in die Vene. Danach drücken Sie einige Minuten auf den Tupfer, damit kein Bluterguss entsteht. Selten kommt es zu einem kleinen Bluterguss, sehr selten zu einer Entzündung an der Einstichstelle. Frau Berger: Mir wird bei Blutabnahmen manchmal schwindelig. Ärztin: Danke, dass Sie mir das sagen. Dann nehmen wir das Blut im Liegen ab. Haben Sie noch Fragen? Wenn nicht, bitte ich Sie, die Einverständniserklärung zu unterschreiben.

Fragen

  • 1. Warum wird ein Röntgenbild des Brustkorbs gemacht?
    • a) Um einen Herzinfarkt auszuschließen.
    • b) Um eine Lungenentzündung und einen Erguss zu erkennen.
    • c) Um eine Lungenembolie sicher auszuschließen.
  • 2. Was soll Frau Berger vor der Aufnahme ablegen?
    • a) Nur die Brille; Schmuck stört beim Röntgen nicht.
    • b) Alle Kleidung, auch die Unterhose.
    • c) Schmuck, Brille und Kleidung mit Metallteilen.
  • 3. Wie beruhigt die Ärztin die Patientin wegen der Strahlung?
    • a) Die Dosis ist sehr gering, etwa wie wenige Tage natürliche Strahlung.
    • b) Röntgenstrahlen sind völlig harmlos, man kann beliebig oft röntgen.
    • c) Sie bekommt vorher ein Medikament gegen Strahlung.
  • 4. Was bedeutet „Röntgen-Thorax in zwei Ebenen“ im Gespräch?
    • a) Ein Bild im Liegen und eines im Sitzen.
    • b) Eine Aufnahme von hinten und eine von der Seite.
    • c) Zwei Aufnahmen an zwei verschiedenen Tagen.
  • 5. Warum beginnt man nicht mit einer Computertomographie?
    • a) Weil die Strahlenbelastung deutlich höher ist.
    • b) Weil man damit keine Lunge beurteilen kann.
    • c) Weil man in der CT einen Pleuraerguss nicht erkennen kann.
  • 6. Wie reagiert die Ärztin darauf, dass der Patientin bei Blutentnahmen schwindelig wird?
    • a) Sie verschiebt die Blutentnahme auf morgen.
    • b) Sie nimmt das Blut im Liegen ab.
    • c) Sie gibt ihr ein Beruhigungsmittel.