telc B1 Lesen Teil 2: Version 1 – Senioren lesen in Grundschulen vor

telc B1 Lesen Teil 2, Version 1: Senioren lesen in Grundschulen vor. Multiple Choice: 5 Aufgaben ohne Lösungen, Antworten prüfen Sie in der Übung.

Diese Seite zeigt Version 1, die 1. von 10 Übungen zu telc B1 Lesen Teil 2, Thema: Senioren lesen in Grundschulen vor. Sie lesen einen Zeitungsartikel und lösen fünf Aufgaben mit drei Antworten (a, b, c). Sie trainieren detailliertes Lesen eines Sachtextes. Unten steht der vollständige Aufgabentext mit 5 Aufgaben, ohne Lösungen; Ihre Antworten prüfen Sie in der interaktiven Übung. Als eine der ersten drei Übungen dieses Teils ist sie ohne Anmeldung und ohne VIP zugänglich.

Aufgabe: Version 1

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 6–10. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?

Großeltern auf Zeit: Senioren lesen in Grundschulen vor

Jeden Dienstag um zehn Uhr wird es in der Klasse 2b der Lindenschule in Kassel ganz still. Dann kommt Helga Brandt, 71 Jahre alt, mit einer Tasche voller Bücher. Sie ist eine von 35 Lesepatinnen und Lesepaten, die seit zwei Jahren regelmäßig in die Grundschulen der Stadt kommen.

Die Idee stammt von der Schulleiterin Sabine Okonkwo. „Viele Kinder haben zu Hause niemanden, der ihnen vorliest“, erzählt sie. „Manche Eltern arbeiten lange, andere sprechen selbst noch nicht gut Deutsch.“ Deshalb fragte sie bei einem Seniorentreff, ob jemand Zeit und Lust hätte. Schon nach einer Woche hatten sich zwölf Freiwillige gemeldet.

Die Lesepaten arbeiten nicht mit der ganzen Klasse, sondern mit kleinen Gruppen von drei oder vier Kindern. So kann jedes Kind Fragen stellen und selbst ein paar Sätze vorlesen. Ein Buch dauert oft mehrere Wochen, denn nach jedem Kapitel spricht die Gruppe über die Geschichte. Bevor die Senioren anfangen, besuchen sie einen kurzen Kurs in der Stadtbibliothek. Dort lernen sie, welche Bücher für welches Alter passen und wie man schwache Leser motiviert. Außerdem bekommen sie Tipps, wie man spannend vorliest, zum Beispiel mit verschiedenen Stimmen für die Figuren.

Die Lehrerinnen und Lehrer sind zufrieden. Ein Test der Schule hat gezeigt: Nach einem Jahr lasen die Kinder in den Gruppen deutlich besser als vorher. Aber nicht nur die Kinder profitieren. „Nach dem Tod meines Mannes habe ich oft allein zu Hause gesessen“, sagt Helga Brandt. „Jetzt freue ich mich die ganze Woche auf den Dienstag.“

Geld bekommen die Lesepaten für ihre Arbeit nicht. Die Stadt bezahlt ihnen nur die Fahrkarten für Bus und Straßenbahn. Weil inzwischen noch mehr Schulen mitmachen möchten, sucht das Projekt weitere Freiwillige. Wer Interesse hat, kann sich in der Stadtbibliothek melden.

Aufgaben

  • 6. Die Lesepatinnen und Lesepaten in Kassel
    • a) lesen seit zwei Jahren regelmäßig in Grundschulen vor.
    • b) arbeiten jeden Tag mit der Klasse 2b.
    • c) sind alle über 70 Jahre alt.
  • 7. Die Schulleiterin hatte die Idee, weil
    • a) die Lehrer keine Zeit zum Vorlesen haben.
    • b) die Kinder zu Hause oft keine Geschichten hören.
    • c) die Eltern sie darum gebeten hatten.
  • 8. In den Lesestunden
    • a) liest eine Lesepatin der ganzen Klasse vor.
    • b) dürfen die Kinder auch selbst lesen und Fragen stellen.
    • c) lernen die Kinder, welche Bücher zu ihrem Alter passen.
  • 9. Nach einem Jahr
    • a) hatten sich die Kinder in den Gruppen beim Lesen verbessert.
    • b) machten alle Schulen der Stadt einen Lesetest.
    • c) wollten die Lehrer wieder selbst vorlesen.
  • 10. Die Lesepatinnen und Lesepaten
    • a) bekommen für ihre Arbeit ein kleines Gehalt.
    • b) müssen ihre Fahrkarten selbst bezahlen.
    • c) sollen mehr werden, weil sich weitere Schulen für das Projekt interessieren.

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