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DTZ Hören B1: Teil 1–4 mit Strategie und Beispielen

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Wie ist das Hören im DTZ aufgebaut?

Das Hören ist der erste Teil der schriftlichen Prüfung, danach kommen Lesen und Schreiben; alle drei Teile dauern zusammen 100 Minuten ohne Pause. Für das Hören sind ca. 25 Minuten vorgesehen. Sie lösen nur die Aufgaben dieses Teils: Vorblättern dürfen Sie nicht, und verlorene Zeit bekommen Sie später nicht zurück. Ihre Lösungen markieren Sie auf demselben Antwortbogen wie im Lesen, mit einem Kugelschreiber in Schwarz oder Blau.

TeilWas Sie hörenAufgabenPunkte
1Ansagen am Telefon, öffentliche Durchsagen1–4: a, b oder c4
2kurze Informationen aus dem Radio5–9: a, b oder c5
3vier Alltagsgespräche10–17: je Gespräch richtig/falsch und a, b oder c8
4Meinungen zu einem Thema18–20: Zuordnung zu den Sätzen a–f3
gesamt20 Aufgaben20

Für das Ergebnis zählen Hören und Lesen zusammen: 45 Aufgaben, je ein Punkt. Mit 33–45 Punkten erreichen Sie in diesem Teilergebnis B1, mit 20–32 Punkten A2. Ein schwaches Hören können Sie also mit einem starken Lesen ausgleichen und umgekehrt. Wie aus den drei Teilergebnissen das Zertifikat A2 oder B1 wird, erklärt der Ratgeber DTZ Prüfung B1.

Wie oft hören Sie die Texte im DTZ?

Das steht im offiziellen Übungssatz von g.a.s.t. nicht. Weder die Beschreibung des Testformats noch die Anweisungen der vier Teile nennen eine Zahl. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Aussagen wie „Teil 1 hört man immer zweimal“. Hören Sie in der Prüfung genau auf die Anweisung am Anfang jedes Teils.

Unser Tipp: Üben Sie so, als ob Sie jeden Text nur einmal hören. Wer sich schon beim ersten Hören festlegt, hat bei einer Wiederholung Zeit zum Kontrollieren. Wer dagegen auf die Wiederholung wartet, hört beim ersten Mal nur halb zu. Sicher ist eine Angabe aus dem Übungssatz: Vor Teil 4 haben Sie eine Minute, um die Sätze a–f zu lesen.

Welche Fallen gibt es in allen vier Teilen?

Die Aufgaben im Hören wiederholen selten die Wörter aus der Aufnahme. Meistens steht im Aufgabenblatt ein anderes Wort mit derselben Bedeutung. Falsche Lösungen enthalten dagegen oft genau die Wörter, die Sie hören. Wer nur nach gleichen Wörtern sucht, landet deshalb häufig bei der falschen Lösung.

Im AufgabenblattIn der Aufnahme (Beispiele)
Die Praxis ist geschlossen.„Heute ist keine Sprechstunde.“ / „Die Praxis bleibt heute zu.“
Der Kurs findet später statt.„Der Kurs wird um eine Woche verschoben.“
Sie müssen nichts bezahlen.„Die Teilnahme ist kostenlos.“
Bringen Sie ein Dokument mit.„Denken Sie an Ihren Ausweis oder Pass.“
Er kann nicht kommen.„Mir ist leider etwas dazwischengekommen.“
  • Verneinung und Einschränkung: „nicht“, „kein“, „nicht mehr“ oder „noch nicht“ drehen den Sinn um, „erst“ und „nur“ schränken ihn ein. „Die Apotheke öffnet heute erst um zehn“ heißt: Vorher ist sie zu.
  • Planänderung: Zuerst kommt der alte Plan, dann die Änderung. Signalwörter sind „eigentlich“, „aber“, „doch“, „stattdessen“, „sondern“ und „fällt aus“. Gefragt ist dann meistens der neue Plan.
  • Wer sagt was: In Gesprächen schlägt eine Person etwas vor, die andere lehnt ab. Die Aufgabe fragt aber nach einer bestimmten Person.
  • Zahlen und Zeiten: Oft hören Sie zwei oder drei Uhrzeiten, Preise oder Gleise. Nur eine passt zur Frage.
  • Gehört, aber nicht gefragt: Ein Wort aus der Aufnahme steht in einer Lösung, die Lösung beantwortet aber eine andere Frage.

Unser Tipp für jede Aufgabe: Unterstreichen Sie in der Frage zwei Dinge – wer etwas tut und was diese Person tun soll („Was soll Frau Kaya machen?“). In den Lösungen markieren Sie dann nur den Unterschied zwischen a, b und c. So wissen Sie vor dem Hören, auf welche Information es ankommt.

DTZ Hören Teil 1: Wie löse ich Ansagen am Telefon und Durchsagen?

In Teil 1 hören Sie vier kurze Texte: Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, etwa von einer Arztpraxis oder einer Werkstatt, und Durchsagen, zum Beispiel am Bahnhof oder im Supermarkt. Zu jedem Text gibt es eine Frage mit drei Lösungen. Gefragt wird meistens nach einer Handlung (Was soll die Person tun?), einer Zeit oder einem Ort.

  1. Vor dem Text: Frage lesen, Person und Verb unterstreichen, in a, b und c den Unterschied markieren (Tag? Uhrzeit? Handlung?).
  2. Beim Hören: Auf Signalwörter für Änderungen achten. Bei Anrufen steht die wichtigste Bitte oft am Ende („Bitte rufen Sie uns … zurück“).
  3. Nach dem Text: Sofort entscheiden und zur nächsten Frage gehen. Eine offene Frage aus Teil 1 kostet sonst Aufmerksamkeit für den nächsten Text.

Beispiel (eigene Übung): „Guten Tag, Frau Kaya, hier ist die Praxis Dr. Albers. Ihr Termin am Donnerstag um 9 Uhr muss leider ausfallen, die Ärztin ist auf einer Fortbildung. Wir können Ihnen Freitag um halb elf anbieten. Bitte rufen Sie uns bis morgen Mittag zurück, damit wir den Termin für Sie reservieren können.“ – Was soll Frau Kaya tun? a) Am Donnerstag um 9 Uhr kommen. b) Die Praxis bis morgen Mittag anrufen. c) Am Freitag ohne Anruf in die Praxis kommen.

Lösung: b. Lösung a ist der alte Plan („muss leider ausfallen“). Lösung c nennt den richtigen neuen Tag, aber die Praxis hat den Termin nur angeboten – Frau Kaya muss ihn zuerst telefonisch bestätigen. Die Frage fragt nach einer Handlung, und die Handlung steht im letzten Satz.

DTZ Hören Teil 2: Worauf achte ich bei Radiomeldungen?

In Teil 2 hören Sie fünf kurze Informationen aus dem Radio, zum Beispiel Verkehrsmeldungen, den Wetterbericht, einen Hinweis für Verbraucher oder eine Nachricht aus der Stadt. Zu jeder Meldung lösen Sie eine Aufgabe mit a, b oder c. Die Meldungen sind dichter als die Ansagen in Teil 1: In wenigen Sätzen kommen mehrere Orte, Zahlen oder Termine vor.

  • Verkehr: Mehrere Straßen werden genannt, gefragt ist nur eine – oder eine Empfehlung.
  • Wetter: Gefragt ist oft ein Tag oder eine Region („im Norden“, „am Wochenende“).
  • Veranstaltungen: Ort, Uhrzeit und Preis stehen nah beieinander; achten Sie auf Änderungen wie „wegen Regen in der Halle“.
  • Oberbegriffe: In der Lösung steht ein allgemeines Wort („eine andere Strecke“), in der Meldung ein konkreter Name („über die A6“).

Beispiel (eigene Übung): „Und nun der Verkehr: Auf der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg staut es sich nach einem Unfall auf acht Kilometern. Die A9 bei Ingolstadt ist wieder frei. Wer heute Richtung Nürnberg unterwegs ist, fährt am besten über die A6.“ – Was empfiehlt der Sprecher? a) Die A3 nehmen. b) Die A9 nehmen. c) Eine andere Strecke fahren.

Lösung: c. „Über die A6 fahren“ ist die andere Strecke – ein Oberbegriff ersetzt den Namen. Lösung b ist eine Falle: Der Satz über die A9 stimmt, er ist aber keine Empfehlung. Lösung a nennt die Autobahn mit dem Stau. Unser Tipp: Lesen Sie das Fragewort genau. „Was empfiehlt …?“, „Was ist passiert?“ und „Wo gibt es Probleme?“ führen bei derselben Meldung zu drei verschiedenen Lösungen.

DTZ Hören Teil 3: Wie behalte ich in Alltagsgesprächen den Überblick?

In Teil 3 hören Sie vier Gespräche aus dem Alltag, etwa beim Arzt, im Geschäft, im Amt oder unter Kollegen. Zu jedem Gespräch gibt es zwei Aufgaben: zuerst eine Aussage, die richtig oder falsch ist, dann eine Frage mit a, b oder c. Das sind acht Punkte – der größte Teil im Hören.

  1. Lesen Sie beide Aufgaben zum Gespräch, bevor es beginnt. Die Richtig/Falsch-Aussage verrät oft das Thema.
  2. Die Antworten kommen meistens in der Reihenfolge der Aufgaben: erst die Information für die Aussage, später die für die Frage a, b, c.
  3. Merken Sie sich, wer spricht. Notieren Sie neben der Frage kurz „F“ (Frau) oder „M“ (Mann), wenn Sie etwas hören, das zur Frage passt.
  4. Achten Sie auf „aber“ in der Antwort der zweiten Person. Ein Vorschlag ist noch keine Entscheidung.

Beispiel (eigene Übung): Frau: „Ich möchte meine neue Adresse anmelden. Hier ist mein Pass.“ – Mann: „Haben Sie auch die Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter?“ – Frau: „Die wollte er mir heute schicken, aber sie ist noch nicht da.“ – Mann: „Dann kann ich Sie leider noch nicht anmelden. Buchen Sie online einen neuen Termin und bringen Sie die Bestätigung mit.“

Aussage: „Die Frau kann sich heute anmelden.“ – falsch („noch nicht“). Frage: Was soll die Frau machen? a) Den Vermieter anrufen. b) Einen neuen Termin vereinbaren. c) Ihren Pass verlängern. Lösung: b. Der Vermieter kommt im Gespräch vor, aber niemand sagt, dass sie ihn anrufen soll. Der Pass wird nur gezeigt. „Online einen Termin buchen“ heißt in der Lösung „einen Termin vereinbaren“.

DTZ Hören Teil 4: Wie ordne ich Meinungen den Sätzen a–f zu?

In Teil 4 äußern sich drei Personen zu einem Thema. Auf dem Aufgabenblatt stehen sechs Sätze a–f. Zu jeder Person passt ein Satz, drei Sätze bleiben übrig. Vor dem Hören haben Sie eine Minute Zeit, die Sätze zu lesen. Teil 4 hat nur drei Punkte, ist aber anspruchsvoll, weil die übrigen Sätze den Meinungen sehr ähnlich klingen.

  • Situation ist nicht Meinung: Eine Person erzählt zuerst, wie es bei ihr ist. Ihre Meinung kommt danach, oft mit „ich finde“, „für mich“ oder „am Ende“.
  • Wort aus der Aufnahme, aber andere Aussage: Ein Satz enthält ein Wort aus der Aufnahme, sagt aber das Gegenteil.
  • Halbe Zustimmung: „Ja, aber nur …“ – der passende Satz enthält die Einschränkung.
  • Die Minute nutzen: Markieren Sie in jedem Satz das Schlüsselwort und die Richtung (dafür, dagegen, mit Bedingung).

Beispiel (eigene Übung) zum Thema „Sollen Kinder ein eigenes Handy haben?“: „Meine Tochter ist zehn, und in ihrer Klasse haben schon fast alle ein Smartphone. Ich habe lange gezögert. Am Ende habe ich ihr ein einfaches Handy gekauft, zum Telefonieren und für Nachrichten, ohne Internet. Ich will, dass sie mich erreichen kann. Stundenlang Videos schauen soll sie aber nicht.“

Passende Sätze? a) Kinder brauchen ein Smartphone, damit sie in der Klasse nicht allein sind. b) Ein Handy ja, aber nur mit wenigen Funktionen. c) Kinder unter zwölf sollten gar kein Handy haben. Lösung: b. Satz a nimmt die Situation („fast alle in der Klasse“) auf, nicht die Meinung. Satz c ist das Gegenteil: Die Person hat ihrer Tochter ein Handy gekauft. Die Meinung steht am Ende: erreichbar ja, Internet nein.

Wie übe ich DTZ Hören mit LexDeutsch?

Im Trainer DTZ Hören gibt es 133 eigene Aufgaben im Format der Prüfung: Teil 1 mit 38 Versionen, Teil 2 mit 29, Teil 3 mit 13 und Teil 4 mit 53. Zu jeder Aufgabe gibt es eine Aufnahme, nach „Prüfen“ eine Erklärung und im Transkript die markierte Zeile mit der Lösung. Die ersten drei Versionen jedes Teils sind kostenlos und ohne Anmeldung, weitere Versionen gehören zum VIP-Zugang.

Die Aufnahme im Trainer läuft ohne Lesepausen, und Sie können sie anhalten oder neu starten. In der Prüfung geht das nicht. Nutzen Sie die Pausentaste deshalb nur beim Nacharbeiten, nicht beim ersten Durchgang.

  1. Machen Sie in jedem Teil die drei kostenlosen Versionen ohne Pause und ohne Transkript. Notieren Sie, in welchem Teil Sie die meisten Punkte verlieren.
  2. Lesen Sie nach „Prüfen“ die markierte Zeile im Transkript: Welches Wort hat die Lösung gezeigt, und welches Wort hat Sie zur falschen Lösung gelockt?
  3. Schreiben Sie solche Paare in eine Liste („verschoben“ = „findet später statt“). Diese Liste ist Ihr persönlicher Synonym-Wortschatz.
  4. Hören Sie dieselbe Aufnahme am nächsten Tag noch einmal ohne Text. Verstehen Sie jetzt die Stelle mit der Lösung?
  5. Üben Sie Teil 4 mit Zeitlimit: eine Minute für die Sätze a–f, dann ohne Pause durchhören.

Das Lesen trainieren Sie mit dem Ratgeber DTZ Lesen B1 und den Übungen zu Lesen Teil 1–5. Ob der DTZ die richtige Prüfung für Sie ist, zeigt der Vergleich Welche B1-Prüfung passt zu mir?. Die Übungen auf LexDeutsch sind eigene Aufgaben, keine Aufgaben aus der Prüfung. Den offiziellen Übungssatz mit den Hörtexten (als Text, ohne Audio) finden Sie kostenlos bei g.a.s.t.

Quellen und offizielle Informationen

Die Angaben zu Aufbau, Punkten und Regeln auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten der Prüfungsanbieter und Behörden. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung beim Anbieter.

Häufige Fragen

Wie viele Aufgaben hat das Hören im DTZ?

Das Hören hat vier Teile mit 20 Aufgaben: Teil 1 vier, Teil 2 fünf, Teil 3 acht und Teil 4 drei Aufgaben. Jede richtige Lösung bringt einen Punkt.

Wie lange dauert das Hören im DTZ?

Etwa 25 Minuten. Das Hören ist der erste Teil der schriftlichen Prüfung, die zusammen mit Lesen und Schreiben 100 Minuten ohne Pause dauert.

Hört man die Texte im DTZ einmal oder zweimal?

Der offizielle Übungssatz von g.a.s.t. sagt dazu nichts. Achten Sie in der Prüfung auf die Anweisung am Anfang jedes Teils und üben Sie so, dass Sie schon beim ersten Hören entscheiden.

Wie viele Punkte brauche ich im Hören für B1?

Für das Hören allein gibt es keine eigene Grenze. Hören und Lesen werden zusammen bewertet: Mit 33 von 45 Punkten erreichen Sie B1, mit 20 bis 32 Punkten A2.

Was ist der schwierigste Teil im DTZ Hören?

Das ist unterschiedlich. Teil 4 ist anspruchsvoll, weil drei der sechs Sätze den Meinungen sehr ähnlich klingen. Die meisten Punkte bringt aber Teil 3 mit acht Aufgaben. Üben Sie beide gezielt.

Kann ich DTZ Hören kostenlos üben?

Ja, teilweise. Auf LexDeutsch sind die ersten drei Versionen jedes Hören-Teils kostenlos und ohne Anmeldung, mit Aufnahme, Erklärung und Transkript. Weitere Versionen gehören zum VIP-Zugang. Den offiziellen Übungssatz gibt es kostenlos als PDF bei g.a.s.t.

Weiterlesen und üben

Quelle für Format und Punkte: Übungssatz 1 „Deutsch-Test für Zuwanderer A2–B1“, g.a.s.t., Juni 2024, geprüft am 13.10.2026. Alle Beispiele auf dieser Seite sind eigene Übungen von LexDeutsch. LexDeutsch ist ein unabhängiges Lernportal und steht in keiner Verbindung mit g.a.s.t. oder dem BAMF.