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telc B2 Hören Teil 4 (DTB B2): Anliegen am Telefon

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Wie ist Hören Teil 4 im DTB B2 aufgebaut?

Das Hören im telc B2 Beruf – offiziell Deutsch-Test für den Beruf B2 (DTB B2) – dauert 20 Minuten. Teil 4 ist der letzte der vier Teile und heißt im Testformat „Anliegen und Bitten erfassen“. Sie hören kurze telefonische Mitteilungen aus dem Arbeitsalltag, vergleichbar mit Nachrichten auf einer Mailbox: Jemand sagt einen Termin ab, bittet um etwas, schlägt etwas vor oder gibt eine Information weiter.

MerkmalHören Teil 4 im DTB B2
Was Sie hörenfünf telefonische Mitteilungen
Aufgabenzu jeder Mitteilung eine Aufgabe (36–40) mit drei Antworten a, b, c
Aufbau der Aufgabeim Übungstest steht vorn der Name der anrufenden Person, die Antworten setzen den Satz fort
Wie oftjede Mitteilung einmal
Punkte5 × 3 = 15 von 60 Punkten im Hören

Eine eigene Lesezeit für Teil 4 nennt die Aufgabenstellung des Übungstests nicht, anders als bei Teil 2 und Teil 3. Die Lösungen markieren Sie auf dem Antwortbogen S30; falsche Antworten kosten keine Punkte. Die Angaben zum Aufbau stammen aus dem offiziellen Übungstest 1 zum DTB B2 (telc gGmbH, 2020, veröffentlicht vom BAMF); Strategie und Fallen sind unsere Tipps.

Für das Bestehen zählen alle Fertigkeiten: mindestens 144 von 240 Punkten und in mindestens drei der vier Fertigkeiten mindestens 36 von 60, wobei eine schwächere Fertigkeit mit 24–35 Punkten ausgeglichen wird. Alles Weitere im Ratgeber telc B2 Beruf Prüfung.

Worauf kommt es in Teil 4 an?

Die Mitteilungen sind kurz; fast jeder Satz enthält eine Information. In wenigen Sätzen nennt die Person meist ihren Namen, beschreibt die Situation und sagt, worum es ihr geht. Oft nehmen alle drei Antworten etwas aus der Mitteilung auf. Nur eine beschreibt aber richtig, was die Person will oder tut.

Weil die Aufgabe im Übungstest mit dem Namen beginnt, liegt der Unterschied zwischen a, b und c oft in der Handlung: „bittet um …“, „sagt … ab“, „schickt …“, „schlägt vor …“. Manchmal unterscheiden sich die Antworten aber auch im Gegenstand, in der Person oder in der Zeit. Das Anliegen kann am Ende der Mitteilung stehen, aber auch mitten darin.

  • Situation: Was ist passiert? Manchmal ist die Situation selbst die Lösung, besonders wenn die Mitteilung nur informiert und nichts verlangt.
  • Anliegen: Was will die Person – und von wem? Hier steht oft die richtige Antwort.
  • Zwei Themen: Manche Mitteilungen enthalten eine Information und zusätzlich ein Angebot oder eine Bitte. Prüfen Sie, welches Thema die Antworten meinen; Termine, Fristen und Orte zählen, wenn sich a, b und c genau darin unterscheiden.

Unser Tipp: Teil 4 eignet sich gut als Vorbereitung auf den nächsten Prüfungsteil „Hören und Schreiben“: Dort hören Sie ebenfalls eine Mitteilung und füllen danach eine Telefonnotiz aus. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Telefonnotiz B2 Beruf.

Welche Strategie hilft vor, während und nach dem Hören?

Vor dem Hören: so viel wie möglich vorlesen

  1. Lesen Sie zu einer Aufgabe den Namen und die drei Antworten. Streichen Sie in Gedanken alles weg, was bei a, b und c gleich ist. Was übrig bleibt, ist der Unterschied, auf den Sie hören.
  2. Benennen Sie diesen Unterschied mit einem Wort: Handlung (absagen oder verschieben?), Person (die anrufende Person selbst, eine Kollegin oder jemand Drittes?), Zeit (heute oder Freitag?) oder Gegenstand.
  3. Unser Tipp: Der Übungstest nennt für Teil 4 keine eigene Lesezeit, und die Aufnahme wird nicht unterbrochen. Lesen Sie deshalb die erste Aufgabe, sobald Teil 3 vorbei ist, und die nächste direkt nach Ihrer Entscheidung – dann reicht im Kopf die Frage: Was ist bei a, b und c verschieden?

Während des Hörens: bis zum Schluss offen bleiben

  1. Merken Sie sich nur zwei Dinge: wer etwas will und ob es um eine Bitte, eine Absage, einen Vorschlag oder eine Information geht.
  2. Hören Sie, wer handelt: „Ich schicke Ihnen …“ ist etwas anderes als „Schicken Sie mir bitte …“.
  3. Warten Sie mit der Entscheidung, bis die Mitteilung zu Ende ist; eine Korrektur oder Bitte kann noch kommen. Dann blicken Sie gleich auf die nächste Aufgabe.

Beim Markieren und nach dem Training

  1. Markieren Sie jede Lösung auf dem Antwortbogen S30, wie es die Aufgabenstellung verlangt. Bei Unsicherheit wählen Sie die Antwort, die am besten zum Anliegen passt – falsche Antworten kosten keine Punkte.
  2. Nach einer Übung: Markieren Sie im Transkript den Satz mit dem Anliegen. So sehen Sie, an welcher Stelle er in den Mitteilungen steht.

Unser Tipp: Legen Sie sich eine kleine Liste mit Verben an, die in Antworten vorkommen – absagen, verschieben, bitten, bestätigen, erinnern, vorschlagen, informieren – und notieren Sie zu jedem eine typische Wendung aus einer Mitteilung.

Welche Fallen gibt es in Teil 4? Zehn Prüffragen

Diese Fragen helfen, wenn zwei Antworten passen könnten. Alle Beispiele hat LexDeutsch selbst geschrieben. Wie im Übungstest beginnt jede Antwort mit dem Namen der anrufenden Person; in den kurzen Ausschnitten wird er nicht jedes Mal genannt.

PrüffrageMini-Beispiel: Mitteilung → AntwortLösung
1. Aus welchem Satz erfahre ich, was die Person von mir erwartet?„Unser Scanner im Empfang streikt seit gestern. Könnten Sie heute noch jemanden vorbeischicken?“ → „Frau Kaya möchte einen neuen Scanner bestellen.“falsch: Der Defekt ist nur der Anlass; sie möchte, dass heute jemand vorbeikommt.
2. Wer soll am Ende etwas tun – und wird diese Person in der Antwort genannt?„Hier ist Herr Bauer von der Haustechnik. Den Schlüssel für den Besprechungsraum bringt Ihnen morgen früh mein Kollege Herr Wolf.“ → „Herr Bauer bringt den Schlüssel morgen.“falsch: Herr Bauer ruft an, den Schlüssel bringt Herr Wolf.
3. Gibt die Person etwas – oder möchte sie etwas bekommen?„Ich habe die Preisliste leider nicht mehr. Könnten Sie mir die aktuelle Version mailen?“ → „Herr Demir schickt die Preisliste.“falsch: Er möchte die Liste bekommen.
4. Ist der Termin abgesagt, verschoben oder nur offen?„Den Termin am Donnerstag schaffe ich nicht. Ich melde mich nächste Woche mit einem neuen Vorschlag.“ → „Frau Lindner verschiebt den Termin auf nächste Woche.“falsch: Ein neuer Termin steht noch nicht fest.
5. Ist das eine Bitte oder nur eine Information?„Nur zur Info: Die Lieferung ist heute komplett angekommen. Sie müssen nichts weiter tun.“ → „Herr Albers bittet darum, die Lieferung zu prüfen.“falsch: Es ist eine Information ohne Auftrag.
6. Wird etwas vorgeschlagen – oder ist es schon festgelegt?„Für das Abschiedsessen hätte ich an das Restaurant am Markt gedacht. Was meinen Sie?“ → „Frau Roth hat einen Tisch im Restaurant reserviert.“falsch: Sie macht nur einen Vorschlag.
7. Gehört die Frist zu dieser Aufgabe?„Die Rechnung bezahlen wir wie immer bis zum Monatsende. Die Bestellnummer brauche ich aber heute noch.“ → „Herr Neumann braucht die Bestellnummer bis zum Monatsende.“falsch: Die Nummer braucht er heute, das Monatsende gilt für die Rechnung.
8. Soll man zurückrufen – und unter welcher Bedingung?„Wenn Sie den Raum für Freitag bekommen, müssen Sie nicht zurückrufen. Nur wenn es nicht klappt, rufen Sie mich bitte an.“ → „Frau Weber bittet in jedem Fall um Rückruf.“falsch: Ein Rückruf ist nur bei einem Problem nötig.
9. Steckt in „nicht vor“, „frühestens“ oder „spätestens“ eine Grenze?„Die Ersatzteile kommen nicht vor Mittwoch.“ → „Die Ersatzteile kommen spätestens am Mittwoch.“falsch: „nicht vor Mittwoch“ heißt frühestens Mittwoch.
10. Wer ist gemeint – eine Person oder das ganze Team?„Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Spätschicht, bitte tragen Sie Ihre Wünsche für den Dienstplan bis Freitag in die Liste ein.“ → „Herr Krüger bittet eine Kollegin, ihre Wünsche einzutragen.“falsch: Die Mitteilung richtet sich an die ganze Spätschicht.

Planänderungen („Moment, ich meinte natürlich …“) und Zahlendreher behandelt der Ratgeber zu Hören Teil 1. Diese Muster können auch in Teil 4 vorkommen, nur auf engerem Raum.

Eigenes Beispiel: eine Mitteilung, drei Antworten

Mitteilung für die Personalabteilung:

„Guten Tag, hier spricht Marta Nowak aus dem Einkauf. Ich habe gesehen, dass die Schulung zum neuen Bestellsystem am 14. stattfindet. An dem Tag bin ich leider auf einer Fortbildung in Leipzig. Meine Kollegin Frau Hahn würde gern für mich teilnehmen und mir danach alles zeigen. Könnten Sie sie bitte statt meiner auf die Liste setzen? Danke!“

Aufgabe 38: Marta Nowak …Passt?Warum
a sagt ihre Teilnahme an der Fortbildung ab.neinDie Fortbildung bleibt; sie kann nur nicht zur Schulung kommen.
b möchte, dass eine Kollegin an ihrer Stelle teilnimmt.ja„Könnten Sie sie bitte statt meiner auf die Liste setzen?“ ist ihr Anliegen.
c bittet um einen neuen Termin für die Schulung.neinVon einem neuen Termin ist nicht die Rede.

Antwort a nimmt das Wort „Fortbildung“ auf, Antwort c die Schulung. Beide Wörter kommen vor, beide Antworten verfehlen aber das Anliegen.

Welche Signalwörter verraten das Anliegen?

Telefonische Mitteilungen folgen oft festen Mustern. Diese Wendungen zeigen, welche Art von Anliegen gerade kommt.

Art des AnliegensTypische WendungenPassende Verben in den Antworten
Grund des Anrufsich rufe an, weil …; es geht um …; ich melde mich wegen …informiert über, teilt mit
Bittekönnten Sie …; wären Sie so nett …; ich bräuchte …; ich wollte Sie bitten …bittet um, möchte, dass …
Absageich muss leider absagen; ich schaffe es nicht; daraus wird leider nichtssagt ab
Verschiebungkönnen wir den Termin verlegen; lieber eine Woche später; statt Montagverschiebt, schlägt einen neuen Termin vor
Vorschlagwie wäre es mit …; was halten Sie von …; ich hätte an … gedachtschlägt vor
Information ohne Auftragnur zur Info; Sie brauchen nichts zu tun; damit Sie Bescheid wisseninformiert, teilt mit
Fristbis spätestens …; noch heute; bis Ende der Wochebraucht … bis …, erinnert an
Rückrufrufen Sie mich bitte zurück; melden Sie sich bitte bei mir; nur wenn …bittet um Rückruf

Wie üben Sie Teil 4 mit dem LexDeutsch-Trainer?

Im Trainer Hören Teil 4 hören Sie kurze Mitteilungen und lösen die Aufgaben 36–40 mit a, b oder c. Die Texte und Aufnahmen hat LexDeutsch selbst geschrieben und vertont, im Format der Prüfung. Das Transkript können Sie jederzeit öffnen; nach dem Prüfen zeigt der Trainer bei den Aufgaben die Stelle im Transkript, an der die Lösung steht. Die ersten drei Versionen jedes Teils können Sie ohne Anmeldung üben, weitere Versionen gibt es mit VIP.

  1. Prüfungsmodus: Lesen Sie vor dem Start nur die erste Aufgabe, spielen Sie die Aufnahme ohne Pause nur einmal ab und lesen Sie die weiteren Aufgaben jeweils sofort nach Ihrer Entscheidung, während die nächste Mitteilung beginnt – so wie in der Prüfung, in der die Aufnahme nicht angehalten wird.
  2. Auswertung: Markieren Sie im Transkript bei jeder Mitteilung den Satz mit dem Anliegen. Steht er am Anfang, in der Mitte oder am Ende?
  3. Transfer: Schreiben Sie zu einer Mitteilung eine kurze Telefonnotiz mit Name, Anliegen und dem, was zu erledigen ist. So üben Sie gleich für „Hören und Schreiben“.

Die anderen Teile: Aussagen zuordnen in Hören Teil 2, Präsentation oder Besprechung in Hören Teil 3. Den Überblick über alle vier Teile bietet Hören B2 Beruf.

Quellen und offizielle Informationen

Die Angaben zu Aufbau, Punkten und Regeln auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten der Prüfungsanbieter und Behörden. Maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung beim Anbieter.

Häufige Fragen

Was hört man in Hören Teil 4 des DTB B2?

Fünf telefonische Mitteilungen aus dem Arbeitsalltag. Zu jeder Mitteilung gibt es eine Aufgabe mit drei Antworten a, b, c.

Wie oft hört man die Mitteilungen?

Jede Mitteilung nur einmal. Im DTB B2 werden alle Texte des Hörens einmal abgespielt.

Wie viele Punkte bringt Teil 4?

Fünf Aufgaben mit je 3 Punkten, also 15 von 60 Punkten im Hören. Falsche Antworten kosten keine Punkte.

Gibt es vor Teil 4 Zeit zum Lesen?

Die Aufgabenstellung im offiziellen Übungstest nennt für Teil 4 keine eigene Lesezeit, anders als für Teil 2 und Teil 3. Unser Tipp: Lesen Sie die erste Aufgabe, sobald Teil 3 vorbei ist.

Was ist der Unterschied zwischen Hören Teil 4 und der Telefonnotiz?

In Teil 4 wählen Sie zu fünf Mitteilungen je eine Antwort a, b oder c. In „Hören und Schreiben“ hören Sie eine Mitteilung, beantworten eine Frage zum Grund des Anrufs und tragen Informationen in eine Telefonnotiz ein; diese Notiz zählt zum Schreiben.

Sind die Hörtexte bei LexDeutsch offizielle Prüfungsaufgaben?

Nein. LexDeutsch schreibt und vertont alle Texte selbst im Format der Prüfung; Originalaufgaben von telc oder BAMF sind es nicht. Den offiziellen Übungstest 1 mit Audiodateien veröffentlicht das BAMF auf seiner Website.

Weiterlesen und üben

Quelle: Übungstest 1 „Deutsch-Test für den Beruf B2“, telc gGmbH, 2020, veröffentlicht vom BAMF, geprüft am 21.10.2026. Alle Beispiele auf dieser Seite hat LexDeutsch selbst geschrieben. telc ist eine eingetragene Marke der telc gGmbH. LexDeutsch ist ein unabhängiges Lernportal und steht in keiner geschäftlichen oder organisatorischen Verbindung mit der telc gGmbH oder dem BAMF.