Goethe B1 Lesen Teil 4 online üben: Meinungen in Leserkommentaren – Ist die Person dafür? Ja oder nein. 25 Übungen mit Lösungen und Übersetzung.
Im Prüfungsformat: Meinungen in Leserkommentaren: Ist die Person dafür? Ja oder nein.
Lesen Sie die Texte und die Aufgaben 20–26. Wählen Sie: Ja oder Nein.
Die ersten drei Übungen dieses Teils sind ohne Anmeldung kostenlos. Hier ihr Aufgabentext ohne Lösungen; Lösungen und Erklärungen zeigt die Übung nach dem Prüfen.
Lesen Sie die Texte und die Aufgaben 20–26. Wählen Sie: Ja oder Nein.
Sie lesen in einer Online-Jugendzeitschrift Kommentare zu einem Diskussionsbeitrag über das Thema „Soll Fastfood an Schulen verboten werden?“.
An unserer Gesamtschule gibt es seit Beginn des Schuljahres keine zuckerhaltigen Limonaden und fettigen Snacks mehr im Kiosk. Stattdessen gibt es jetzt eine frische Salatbar und belegte Vollkornbrötchen. Am Anfang haben zwar einige gemeckert, aber inzwischen merken wir alle, dass wir uns in den Nachmittagsstunden viel besser konzentrieren können und nicht mehr so müde sind. Das konsequente Verbot ungesunder Snacks auf dem Schulgelände hat sich bei uns absolut bewährt.
Ich halte ein solches Verbot für dringend erforderlich. Viele Jugendliche wissen zwar theoretisch, was gesund ist, greifen in den Pausen aus Bequemlichkeit aber trotzdem zu Pizza, Pommes oder Schokoriegeln, wenn diese direkt im Schulgebäude angeboten werden. Eine Schule hat jedoch nicht nur die Pflicht, mathematische Formeln zu vermitteln, sondern sollte auch die Gesundheit der Jugendlichen aktiv fördern. Wenn ungesunde Mahlzeiten gar nicht erst verkauft werden, entwickelt sich viel schneller ein gesundes Essverhalten.
Ich bin überhaupt kein Fan von Fastfood und esse fast ausschließlich Bio-Produkte, aber von Verboten halte ich gar nichts. Wenn man Jugendlichen vorschreibt, was sie essen dürfen, führt das nur dazu, dass Fastfood als etwas Verbotenes noch viel attraktiver wird. Viel sinnvoller wäre es, praktische Kochkurse im Unterricht anzubieten und zu erklären, wie einfach man frische Mahlzeiten zubereiten kann. Nur durch echtes Verständnis und Aufklärung erreicht man langfristige Veränderungen, nicht durch strenge Verbotsregeln.
Schülerinnen und Schüler müssen lernen, selbst Verantwortung für ihren Alltag und ihren Körper zu übernehmen. Wenn die Schule uns sogar vorschreibt, was in unserer Brotbox liegen darf oder was wir in der Pause kaufen, fühlen wir uns völlig bevormundet. Man kann gesunde Snacks ja gerne günstiger anbieten oder besonders bewerben, aber die endgültige Entscheidung über das eigene Pausenbrot muss immer bei den Jugendlichen selbst liegen.
Ein Fastfood-Verbot an Schulen ist einfach unrealistisch und löst das eigentliche Problem nicht. Vor unserer Schultür gibt es zwei Supermärkte und einen Döner-Imbiss; die älteren Schüler würden in der großen Pause einfach das Schulgelände verlassen und sich dort ihr fettiges Essen besorgen. Außerdem liegt die Verantwortung für die Ernährung von Minderjährigen in erster Linie bei den Eltern und nicht bei den Lehrkräften oder der Schulleitung.
Der Begriff „Fastfood“ hat oft einen viel zu schlechten Ruf. Ein frisch gerollter Gemüsewrap, ein Vollkorn-Sandwich oder eine warme Gemüsesuppe sind im Grunde auch schnell zubereitete Mahlzeiten, aber trotzdem extrem nahrhaft und vitaminreich. Warum sollte man solche schnellen Speisen verbieten? Statt alles zu verbieten, sollte man genau hinschauen, wie die Gerichte zubereitet werden, und auf künstliche Zusatzstoffe verzichten. Ein Verbot finde ich deshalb falsch.
Man muss sich nur die aktuellen medizinischen Studien ansehen: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Übergewicht, Diabetes und Kreislaufproblemen, weil sie sich falsch ernähren. Die Schule ist ein Ort, an dem man viele Stunden am Tag verbringt, und hier darf die Lebensmittelindustrie keinen Profit auf Kosten unserer Gesundheit machen. Deshalb unterstütze ich ein striktes Verbot von Pommes, Chips und Cola an allen Schulen ohne jede Ausnahme.
Sie lesen in einem Jugendmagazin Kommentare zu einem Diskussionsbeitrag über das Thema „Sollte der Verkauf von Energy-Drinks an Jugendliche unter 18 Jahren gesetzlich verboten werden?“.
Früher habe ich mir vor jeder Klassenarbeit oder vor langen Gaming-Nächten eine Dose Energy-Drink geholt, weil ich dachte, das macht mich sofort fit. Nach einer Weile bekam ich aber extremes Herzrasen, Schlafprobleme und ständige Nervosität. Wenn ich heute sehe, wie schon Zehnjährige diese süßen Dosen wie gewöhnliche Limonade trinken, mache ich mir große Sorgen. Wegen der großen gesundheitlichen Risiken für Herz und Kreislauf sollten Energy-Drinks an Minderjährige keinesfalls mehr verkauft werden.
Ich weiß, dass einige Nachbarländer bereits Altersbeschränkungen eingeführt haben, aber ich glaube nicht, dass ein gesetzliches Verkaufsverbot die beste Lösung ist. Viel entscheidender wäre es, auffällige Warnhinweise auf den Dosen anzubringen – ähnlich wie bei Zigarettenschachteln – und in den Schulen sachlich über die Inhaltsstoffe wie Taurin und Koffein aufzuklären. Wenn Jugendliche die Fakten kennen, können sie selbst vernünftige Entscheidungen treffen.
Man sollte Jugendliche nicht für dumm verkaufen. Mit 16 Jahren darf man in Deutschland bereits Bier kaufen und den Mofa-Führerschein machen, aber bei koffeinhaltiger Brause will der Gesetzgeber plötzlich den großen Beschützer spielen? Das ist für mich völlig unverständlich. Ein Verkaufsverbot halte ich für unnötige Bevormundung. Jugendliche müssen den eigenverantwortlichen Umgang mit solchen Getränken ganz normal im Alltag lernen.
Mehrere Kinderärzte haben in Interviews gewarnt, dass der hohe Koffein- und Zuckergehalt bei Teenagern zu ernsthaften Herzproblemen führen kann. Jugendliche können die Wirkung oft überhaupt nicht einschätzen und trinken manchmal mehrere Dosen hintereinander. Aus medizinischer Sicht sollte man Energy-Drinks deshalb erst ab 18 Jahren kaufen dürfen, um junge Menschen wirksam zu schützen.
Gesetzliche Verbote bewirken bei Teenagern doch meistens das genaue Gegenteil. Sobald etwas verboten ist, gilt es auf dem Schulhof als besonders cool und aufregend. Dann bitten die Jüngeren einfach ältere Freunde, ihnen die Dosen im Supermarkt zu besorgen. Wir brauchen keine neuen Gesetze oder Verbote, sondern sollten auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen vertrauen.
Ich trinke diese süßen Wachmacher zwar selbst überhaupt nicht gern, weil mir der chemische Geschmack nicht gefällt, aber ein Verbot fände ich unlogisch. In vielen Kaffeespezialitäten oder Schwarztees steckt genauso viel Koffein wie in einer Dose Energy-Drink, und niemand käme auf die Idee, den Verkauf von Espresso an 16-Jährige zu verbieten. Man sollte nicht übertreiben und keine neuen Gesetze beschließen.
Die Hersteller von Energy-Drinks investieren riesige Summen in geschicktes Marketing, sponsern Extremsportler und Influencer, um gezielt Kinder und Jugendliche als Neukunden zu gewinnen. Das finde ich unfair, denn die gesundheitlichen Langzeitschäden sind noch gar nicht vollständig erforscht. Der Gesetzgeber muss junge Menschen vor diesen aggressiven Kampagnen schützen und den Verkauf an Jugendliche unter 18 sofort per Gesetz stoppen.
Sie lesen im Diskussionsforum einer Umwelt- und Freizeit-Webseite Beiträge zum Thema „Soll privates Feuerwerk an Silvester verboten werden?“.
Ich freue mich das ganze Jahr über auf die Silvesternacht, weil es in unserer Familie seit Generationen Brauch ist, gemeinsam mit den Nachbarn um Mitternacht ein paar bunte Raketen in den Himmel steigen zu lassen. Wir wohnen auf einem abgelegenen Bauernhof mit weiten Wiesen drumherum, wo absolut niemand gefährdet oder gestört wird. Auf dem Land gehört das traditionelle Feuerwerk an Silvester einfach zur Feststimmung dazu und sollte keineswegs verboten werden.
Jedes Jahr am Neujahrsmorgen sieht unsere Stadt aus wie ein Schlachtfeld: Überall liegen Reste von Raketen, Scherben und Kartonmüll auf den Gehwegen herum, die dann wochenlang von der Stadtreinigung auf Kosten aller Bürger weggeräumt werden müssen. Hinzu kommen jedes Jahr viele Verletzte, die in der Silvesternacht ins Krankenhaus müssen. Wegen des vielen Mülls und der Verletzten sollte privates Böllern an Silvester endgültig verboten werden.
Wer jemals erlebt hat, wie Haustiere in der Silvesternacht vor lauter Angst zittern, sich im Keller verkriechen oder vor Panik gar nichts mehr fressen, kann diese Knallerei nicht mehr verteidigen. Auch für Vögel und andere Waldtiere ist der stundenlange Lärm ein gefährlicher Schock. Für mich ist dieses explosive Ritual eine veraltete Tradition, die nicht mehr in unsere moderne Zeit passt und dringend gestoppt werden muss.
Feuerwerk ist für mich und meine Freunde das absolute Highlight zum Jahreswechsel. Ein Totalverbot finde ich völlig übertrieben, denn man nimmt den Menschen damit ein Stück unbeschwerte Lebensfreude. Warum führt man beim Kauf von Raketen nicht einfach eine Reinigungsgebühr von zwei oder drei Euro pro Packung ein? Mit diesem Geld könnte die Müllabfuhr finanziert werden, ohne dass man Millionen Bürgern den Spaß verbieten muss.
In den Altstädten vieler Großstädte ist das Zünden von Raketen wegen der Brandgefahr an historischen Gebäuden zwar schon untersagt, aber kaum jemand hält sich daran, weil fast nie kontrolliert wird. Es fehlen strenge Strafen und die Polizei schaut oft weg. Kleine Verbotszonen helfen also wenig. Ich bin dafür, privates Feuerwerk überall zu verbieten und das auch streng zu kontrollieren.
Wir befinden uns mitten in einer schweren Klimakrise, und da können wir es uns ökologisch einfach nicht mehr leisten, in einer einzigen Nacht Tonnen von gesundheitsschädlichem Feinstaub und Schwermetallen in die Luft zu jagen. Man kann den Jahresbeginn doch genauso schön mit Lichtshows, Drohnenshows oder gemeinsamen Konzerten auf öffentlichen Plätzen feiern. Privates Feuerwerk gehört abgeschafft.
Sicherlich entsteht durch Raketen kurzzeitig Schmutz in der Luft, aber das passiert genau an einem einzigen Abend im gesamten Jahr. Der tägliche Autoverkehr, Kohlekraftwerke und industrielle Großbetriebe belasten unser Klima tausendmal stärker, doch dagegen macht die Politik kaum etwas. Ein Feuerwerksverbot für die einfachen Bürger finde ich deshalb falsch, denn es löst keines unserer Umweltprobleme.