Goethe B1 Leseverstehen Teil 1

Goethe B1 Lesen Teil 1 online üben: Blog oder persönlicher Brief – Aussagen richtig oder falsch. 33 Übungen mit Lösungen und Übersetzung.

Format: Goethe B1 Lesen Teil 1

Im Prüfungsformat: Blog oder persönlicher Brief: Aussagen richtig oder falsch.

Lesen Sie den Text. Entscheiden Sie, ob die Aussagen 1–6 richtig oder falsch sind.

  • Auf LexDeutsch: 33 Übungen, die ersten drei ohne Anmeldung.

Beispielaufgaben

Die ersten drei Übungen dieses Teils sind ohne Anmeldung kostenlos. Hier ihr Aufgabentext ohne Lösungen; Lösungen und Erklärungen zeigt die Übung nach dem Prüfen.

Lesen Teil 1 – Version 1

Lesen Sie den Text. Entscheiden Sie, ob die Aussagen 1–6 richtig oder falsch sind.

Zeltwochenende im Thüringer Wald

Hallo ihr Lieben! Gestern bin ich von einem ganz wunderbaren Wochenende zurückgekehrt. An der Freien Gemeinschaftsschule meiner Tochter organisieren die Eltern jedes Jahr ein Zeltlager im Thüringer Wald – immer am selben Ort, nämlich im Jugendferiendorf nahe Friedrichroda. Möglich ist dieses Treffen, weil an unserer Schule die Klassen eins bis vier zusammen in gemischten Gruppen lernen: So fahren die älteren und jüngeren Kinder ganz natürlich gemeinsam los. Neue Eltern lernen viel von den erfahrenen Eltern, und das Wissen für die Vorbereitung wird immer weitergegeben – diese Fahrt gibt es nämlich schon seit zwanzig Jahren!
Selbstverständlich dürfen auch ältere oder jüngere Geschwisterkinder mitkommen, selbst wenn sie andere Schulen besuchen, und sogar einige ehemalige Schüler waren dieses Mal wieder dabei. Fester Termin im Kalender ist stets das verlängerte Pfingstwochenende, wobei viele Familien bereits am Donnerstag anreisen, andere hingegen erst am Freitagnachmittag eintreffen. Das Programm ist abwechslungsreich gestaltet: Am Samstagvormittag unternehmen alle eine ausgedehnte Wanderung (sieben Kilometer über Hügel – für mich war das eine echte Herausforderung, denn ich sitze sonst den ganzen Tag im Büro!), nachmittags bauen wir Mini-Katapulte aus Holzleisten, abends gibt es eine Kinder-Disko und Knüppelkuchen am offenen Lagerfeuer. Am meisten begeistert haben mich die Fackelwanderungen; es gab sogar zwei getrennte Runden: eine für die Kleinen der Klassen eins bis drei, als es draußen noch etwas hell war, und eine zweite nur für die Viertklässler – sie liefen tatsächlich erst um Mitternacht durch den dunklen Wald. In der Nacht wurde es sehr kalt, sodass wir uns heiße Wärmflaschen in die Schlafsäcke legten, aber die Stimmung war trotzdem super. Wir Erwachsenen saßen bis spät in die Nacht beisammen, erzählten uns Geschichten und wuchsen als Gruppe eng zusammen. Auch unserer jüngsten Tochter hat der Ausflug riesigen Spaß gemacht, obwohl die vielen Eindrücke sie am Ende ziemlich erschöpft haben.
Für unsere Familie war es übrigens die erste Fahrt. Ich freue mich schon riesig auf das Zeltlager im kommenden Jahr; wenn wir uns dann auf dem Gelände schon gut auskennen, wird das Ganze sicher noch entspannter!
Herzliche Grüße,
Miriam

Aussagen

  • 1. Dieses Zeltlager findet bereits seit zwei Jahrzehnten statt. – Richtig oder falsch?
  • 2. Nur Kinder, die zurzeit diese Schule besuchen, dürfen mitfahren. – Richtig oder falsch?
  • 3. Für Miriam war die Wanderung am Samstag ganz leicht. – Richtig oder falsch?
  • 4. Die jüngeren Kinder machten ihre Fackelwanderung, bevor es ganz dunkel wurde. – Richtig oder falsch?
  • 5. Wegen der kalten Nacht hatten die Teilnehmer schlechte Laune. – Richtig oder falsch?
  • 6. Miriam und ihre Familie waren in diesem Jahr zum ersten Mal beim Zeltlager dabei. – Richtig oder falsch?

Lesen Teil 1 – Version 2

Ein turbulenter Morgen in der Straßenbahn

Juni 2026
Lieber Simon,
gestern früh ist mir auf dem Weg zur Arbeit ein Zwischenfall passiert, über den ich mich immer noch wundere. Seit ich vor sechs Monaten nach Bremen-Findorff gezogen bin, fahre ich jeden Werktag mit der Straßenbahn der Linie 4 zu meinem Büro in der Neustadt. Die Fahrt dauert meistens etwa zwanzig Minuten.
Gestern stieg ich um zwanzig vor sieben an der Haltestelle Bürgerpark ein. Die Bahn war schon total voll, und ich musste mich im Gang an einer Stange festhalten – so voll ist es fast jeden Morgen, daran habe ich mich längst gewöhnt. Zwei Haltestellen weiter stieg an der Parkallee ein Mann um die vierzig mit einer roten Jacke und unruhigem Blick ein. Auch er musste im Gang stehen bleiben.
An der Haltestelle Hauptbahnhof betraten zwei Kontrolleure der Verkehrsbetriebe das Fahrzeug. Ruhig baten sie die Fahrgäste um ihre Tickets. Als sie zu dem Mann in der roten Jacke kamen, sagte er laut, er habe kein Ticket und wolle auch keins kaufen. Seine Begründung: Wer keinen Sitzplatz bekomme, dürfe natürlich kostenlos mitfahren. Der Kontrolleur antwortete ruhig, dass man auch im Stehen ein Ticket braucht. Daraufhin wurde der Fahrgast beleidigend. Die Stimmung im Wagen war extrem angespannt. Plötzlich rief eine ältere Frau von weiter vorne laut durch die Bahn, der Mann solle endlich aufhören zu schimpfen und sofort aussteigen!
Die Kontrolleure diskutierten nicht weiter, gaben dem Fahrer aber ein Signal. An der Haltestelle Am Brill öffnete der Fahrer die Türen und schloss sie nicht wieder. Die Kontrolleure kündigten an, dass der Zug erst weiterfahren werde, wenn der Mann die Bahn mit ihnen verlasse. Der Mann verschränkte aber nur die Arme und weigerte sich auszusteigen. Nach zehn Minuten fuhr direkt hinter uns die nächste Bahn derselben Linie ein. Ein Mitarbeiter sagte uns, wir sollten in diese Bahn umsteigen. Der Mann blieb mit den Kontrolleuren im leeren Wagen zurück. Endlich hatte er freie Platzwahl.
Unsere Bahn war zwar sehr voll, aber sie fuhr wenigstens ab. Im Büro kam ich schließlich mit über fünfundzwanzig Minuten Verspätung an.
Was für ein absurder Start in den Tag!
Viele Grüße,
Tobias

Aussagen

  • 1. Tobias erlebt den Vorfall abends auf dem Heimweg von der Arbeit. – Richtig oder falsch?
  • 2. Normalerweise findet Tobias morgens in der Straßenbahn leicht einen Sitzplatz. – Richtig oder falsch?
  • 3. Der Mann in der roten Jacke meint, dass Fahrgäste ohne Sitzplatz nicht bezahlen müssen. – Richtig oder falsch?
  • 4. Eine andere Mitfahrerin mischt sich laut in den Streit ein. – Richtig oder falsch?
  • 5. Der Mann ohne Ticket will die Bahn nicht mit den Kontrolleuren verlassen. – Richtig oder falsch?
  • 6. Tobias kommt trotz des Vorfalls pünktlich in seinem Büro an. – Richtig oder falsch?

Lesen Teil 1 – Version 3

Unsere Erfahrungen mit dem Kindersport

April 2026
Liebe Eltern,
heute möchte ich in unserem Forum kurz über unsere Erlebnisse beim Eltern-Kind-Turnen berichten. Vor rund vier Monaten haben wir unseren fünfjährigen Sohn Jonas bei der Turngemeinde Süd für einen Bewegungskurs angemeldet. Jonas tobt zu Hause unheimlich gern im Garten, doch vor fremden Gruppen reagiert er anfangs oft schüchtern und zurückhaltend.
Die Trainingsstunde findet an jedem Mittwochnachmittag von 15:30 bis 16:30 Uhr statt. Am ersten Tag waren wir etwas zu früh dort. Es war sehr laut, und Jonas hielt sich nervös an meiner Jacke fest. Nach einigen Minuten kam der Trainer, Herr Berg, und rief laut, welche der vier nummerierten Umkleidekabinen für unsere Gruppe reserviert sei.
Nachdem wir die Turnschuhe angezogen hatten, betraten wir die große Halle. Zur Begrüßung setzten sich alle in einen großen Kreis auf die Matten, und Herr Berg prüfte mit einer Liste laut, ob jedes Kind da war. Danach starteten lustige Aufwärmspiele mit bunten Bällen. Anschließend durften die Kinder die aufgebauten Stationen frei ausprobieren: Es gab einen Kasten zum Hochklettern, weiche Schaumstoffmatten für Purzelbäume und eine umgedrehte Holzbank zum Balancieren. Jonas blieb zuerst ganz still bei mir am Rand sitzen. Er sagte leise, dass ihm das alles keinen Spaß mache und er sofort wieder nach Hause wolle.
Nach etwa fünfzehn Minuten kam der Trainer freundlich auf ihn zu, nahm ihn an die Hand und zeigte ihm, wie man Schritt für Schritt über die Bank balanciert. Beim ersten Mal hielt sich Jonas noch fest an Herrn Berg, doch schon beim zweiten Versuch lief er ganz allein über die Bank und probierte danach sogar mutig die weichen Matten aus. Nur vom hohen Kasten wollte er bis zum Ende der Stunde nicht springen.
In den folgenden Wochen wurde das Turnen für Jonas der Höhepunkt der Woche. Am letzten Mittwoch war dann die Abschlussstunde, und jedes Kind bekam unter großem Applaus eine Urkunde.
Da der Kurs damit zu Ende war und man nicht automatisch weiter angemeldet ist, mussten wir Jonas für den nächsten Kurs über die Internetseite des Vereins neu anmelden. Für seine körperliche Entwicklung und sein Selbstvertrauen war dieser Kurs ein voller Erfolg!
Herzliche Grüße,
Melanie

Aussagen

  • 1. Der Kurs für die Kinder findet einmal pro Woche statt. – Richtig oder falsch?
  • 2. Im Gebäude gibt es mehr als einen Raum, in dem man sich umziehen kann. – Richtig oder falsch?
  • 3. Der Trainer kontrolliert erst am Ende der Stunde, welche Kinder gekommen sind. – Richtig oder falsch?
  • 4. Nach den Aufwärmspielen können die Kinder selbst wählen, an welchen Geräten sie turnen. – Richtig oder falsch?
  • 5. Jonas macht in der ersten Stunde von Anfang an begeistert bei allen Übungen mit. – Richtig oder falsch?
  • 6. Nach der letzten Stunde ist Jonas automatisch für den nächsten Kurs angemeldet. – Richtig oder falsch?

Leseverstehen Teil 1: alle Übungen

  • Version 1: Blog: Zeltlager der Schule im Thüringer Wald
  • Version 2: E-Mail an einen Freund: Fahrkartenkontrolle in der Bremer Straßenbahn
  • Version 3: Elternforum: Turnkurs für Fünfjährige im Sportverein
  • Version 4: Blog: Vertauschte Wollmützen im Bürgeramt Bad Hersfeld
  • Version 5: Blog: Steckengeblieben im Hotelaufzug während einer Konferenz in Rostock
  • Version 6: Blog: Wohnungsbesichtigung in Bamberg
  • Version 7: Blog: Bergtour zu einer Hütte im Allgäu
  • Version 8: Blog: Theaterabend in Weimar mit verlorenem Handy
  • Version 9: Blog: Erster Besuch auf der Trabrennbahn bei Hamburg
  • Version 10: Blog: Bürstentest beim Stammfriseur in Augsburg
  • Version 11: Blog: Müllsammelaktion an der Lahn bei Marburg
  • Version 12: Blog: Mit dem Mietwagen zur Familienfeier in Oberfranken
  • Version 13: Blog: Kontaktlinse verloren im Sportzentrum in Potsdam
  • Version 14: Blog: Hochsprung-Training für das Sommerfest in Schönbrunn
  • Version 15: Blog: Streit um den Vornamen für die erste Tochter
  • Version 16: Blog: Ein verschollener Krimi aus der Stadtbücherei
  • Version 17: E-Mail an Freunde: Ausflug in den Freilichtpark Hohenfels
  • Version 18: Blog: Ein Friseurbesuch in Lindau mit Folgen
  • Version 19: Blog: Nebenjob an der Theke eines Gasthauses in Kronach
  • Version 20: Blog: Abschied vom Eichenschrank des Großvaters in Marburg
  • Version 21: Blog: Kater Moritz entwischt durchs Küchenfenster
  • Version 22: Leserbrief: zweimal dieselben Kopfhörer zum 25. Geburtstag
  • Version 23: Leserbrief: Koffer nach dem Flug nach Salzburg verschwunden
  • Version 24: Blog: Skizzenbuch verlegt in der Stadtbücherei Rothenburg
  • Version 25: Leserbrief: Freiwilligendienst im chilenischen Valdivia
  • Version 26: Leserbrief: Familienwanderung mit Drachen auf die Silberhöhe
  • Version 27: Leserbrief: Piraten-Schatzsuche im Stadtpark zum sechsten Geburtstag
  • Version 28: Leserbrief: Spontanes Chorkonzert im Kurpark von Bad Nauheim
  • Version 29: Leserbrief: Ehrenamt als Kassenwart im Badmintonclub Waldbrunn
  • Version 30: Leserbrief: Sandburgen-Wettbewerb im Zeltlager bei Hohwacht
  • Version 31: Leserbrief: Streit um die Zimmer in einer Tübinger WG
  • Version 32: Blog: Familienausflug in den Wildpark Sonnental
  • Version 33: Blog: Samstag auf dem Wochenmarkt in Rothenburg

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