Allgemein B1 Lesen Teil 2 online üben: Zeitungsartikel im Detail verstehen (Multiple Choice). 20 Übungen mit Lösungen und Übersetzung.
Im Prüfungsformat: Zeitungsartikel im Detail verstehen (Multiple Choice).
Lesen Sie den Text und die Aufgaben 6–10. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?
Die ersten drei Übungen dieses Teils sind ohne Anmeldung kostenlos. Hier ihr Aufgabentext ohne Lösungen; Lösungen und Erklärungen zeigt die Übung nach dem Prüfen.
Lesen Sie den Text und die Aufgaben 6–10. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?
Große Freude bei den Abiturientinnen und Abiturienten in Norddeutschland: Nach langen Prüfungswochen halten 95 Jugendliche der Möwenberg-Schule in Kiel und des Lindenhof-Gymnasiums in Lübeck endlich ihre Abiturzeugnisse in den Händen. Besonders schön: Der gemeinsame Notendurchschnitt beider Schulen lag in diesem Jahr bei 2,3 und war damit besser als im letzten Schuljahr, in dem er bei 2,5 lag. Nur zwei Schülerinnen und Schüler haben nicht bestanden und müssen eine Nachprüfung machen.
Der Schulabschluss wurde natürlich auch gefeiert. Während sich die Schulabgänger in Lübeck zu einem ruhigen Empfang im Schulgarten trafen, erlebten die Gäste an der Kieler Möwenberg-Schule ein tolles Programm: Auf einer Bühne im Freien zeigten Schülerinnen und Schüler eine bunte Show mit Live-Musik, Gesang und Tänzen.
Hinter den Jugendlichen liegt eine anstrengende Zeit. Vor allem die letzten Wochen vor den mündlichen und schriftlichen Prüfungen waren hart: Die Jugendlichen mussten viel lernen und gleichzeitig Abschied von Mitschülern und Lehrkräften nehmen. Doch jetzt schauen sie nach vorn. Wir haben gefragt, welche Pläne die Jugendlichen haben:
Sarah Lindemann (18) reist zunächst für sechs Wochen zu Verwandten nach Stockholm. Danach macht sie ein Praktikum in einer Medienfirma in Kopenhagen, bevor sie Kommunikationsdesign studiert.
Paul Weidner möchte erst einmal neue Kraft tanken: „Ich brauche dringend Abstand vom Lernen. Darum helfe ich die nächsten Monate in zwei Seniorenzentren aus. Später bewerbe ich mich für Psychologie – vielleicht in Jena, weil die Stadt sehr lebendig sein soll.“
Clara Brinkmann macht keine Pause: Sie hat sich schon für ein Jurastudium angemeldet und möchte später ein Jahr in Frankreich verbringen.
David Winter beginnt ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark: „Danach möchte ich Umweltwissenschaften studieren, habe mich aber noch nicht entschieden, an welcher Hochschule.“
Laura Vogt will auch Jura studieren – sie möchte dafür nach Würzburg gehen. Vorher fährt sie aber mit Freunden vier Wochen mit dem Fahrrad durch Süddeutschland.
Immer mehr junge Menschen in Deutschland denken über ihr Essen nach und essen weniger oder gar kein Fleisch mehr. Aktuelle Umfragen zeigen, dass schon rund 14 Prozent der Jugendlichen vegetarisch oder vegan leben. Für die meisten sind neben der eigenen Gesundheit vor allem der Klimaschutz und das Wohl der Tiere sehr wichtig.
Zu dieser Gruppe gehört auch die 16-jährige Miriam Sommer aus Potsdam. Sie lebt seit anderthalb Jahren fleischlos. Die Entscheidung kam nach einem Fernsehabend: „Ich habe damals einen Dokumentarfilm über das schlimme Leben von Tieren in riesigen Ställen gesehen. Das hat mich so traurig gemacht, dass ich das mit meinem Einkauf nicht mehr unterstützen wollte“, erzählt die Schülerin. Ihre Familie war zuerst nicht begeistert, kocht aber inzwischen fast jeden Tag vegetarisch mit.
An Miriams Schule, der Sonnenhof-Gesamtschule, ist gesundes Leben ein wichtiges Thema. Im Biologieunterricht sprechen die Schülerinnen und Schüler darüber, wie viel Wasser und Energie man für Fleisch braucht. Auch die Schulkantine hat sich verändert: Früher gab es dort vor allem Fleischgerichte, heute stehen jeden Tag auch vegetarische und vegane Gerichte wie Linsen-Curry oder Gemüsepfanne auf dem Speiseplan. „Es ist toll, dass niemand mehr auf ein gutes Mittagessen verzichten muss“, freut sich Miriam.
Andere Schulen gehen noch einen Schritt weiter: An der Waldblick-Schule in Nürnberg pflegen Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände einen eigenen Gemüsegarten. Dort bauen sie Zucchini, Bohnen und Salat an, die später im Kochunterricht verwendet werden.
Dass man nicht ganz auf Fleisch verzichten muss, zeigt der 17-jährige Felix aus Regensburg. Er nennt sich selbst Flexitarier: „Ich esse weiterhin Fleisch, aber nur am Wochenende und nur Bio-Fleisch von Bauernhöfen aus unserer Region. Ich möchte wissen, woher meine Lebensmittel kommen.“
Eines ist klar: Viele Jugendliche sehen ihr Essen und ihren Einkauf als einen Weg, um Verantwortung für die Umwelt und die Natur zu übernehmen.
Mit dem Schulabschluss in der Tasche stehen jedes Jahr Hunderttausende junge Menschen in Deutschland vor einer wichtigen Entscheidung: Sollen sie eine Ausbildung in einem Betrieb machen oder direkt an einer Hochschule studieren?
Bei dieser Entscheidung spielen viele Dinge eine Rolle – zum Beispiel die eigenen Interessen, die Noten im Abschlusszeugnis und die persönlichen Träume für die Zukunft. Ein wichtiger Punkt ist aber auch das Geld: Eine Ausbildung bringt schon ab dem ersten Monat ein festes Gehalt und macht junge Leute schnell unabhängig, während man im Studium oft jahrelang kein festes Einkommen hat, später aber meistens bessere Chancen auf eine Führungsposition und ein höheres Gehalt hat.
Sehr beliebt ist seit vielen Jahren die sogenannte duale Ausbildung. Bei diesem Modell arbeiten die Auszubildenden in einem Betrieb und lernen gleichzeitig die Theorie in der Berufsschule. Sie lernen die Arbeitswelt direkt kennen, können ihr Wissen sofort anwenden und bekommen einen anerkannten Abschluss, der auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt ist – vor allem in technischen Berufen, im Handwerk und in der Pflege.
An den Hochschulen gibt es dagegen ein bekanntes Problem: Viele Studienanfänger brechen ihr Studium ab, weil es in vielen Fächern sehr theoretisch und schwer ist und nur wenig mit dem späteren Berufsalltag zu tun hat. Wer sich in langen Vorlesungen verloren fühlt, ist in einer Ausbildung mit einem festen Tagesablauf oft motivierter.
Trotzdem haben sich im Jahr 2023 laut Statistik über 55 Prozent aller Schulabgänger mit Abitur für ein Studium entschieden, nur rund 35 Prozent haben eine Ausbildung begonnen. Die anderen haben zum Beispiel einen Freiwilligendienst gemacht oder sind für längere Zeit ins Ausland gegangen.
Fachleute sagen, dass es hier kein Richtig oder Falsch gibt: Sowohl eine Ausbildung als auch ein Studium können zu beruflichem Erfolg und Zufriedenheit führen – wichtig ist nur, dass die Wahl zu den eigenen Stärken und Wünschen passt.